24.11.2019 - 16:55 Uhr
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Keine Tore im fränkischen Derby zwischen Greuther Fürth und 1. FC Nürnberg

0:0 - vor allem in der ersten Halbzeit servierten Greuther Fürth und der 1. FC Nürnberg ihren Fans Magerkost in einem Derby, das so viel Historie hat. Dann hatte ein Nürnberger in der letzten Minute doch noch die Führung auf dem Fuß.

In der zweiten Halbzeit war der 1. FC Nürnberg deutlich aggressiver. Doch auch Robin Hacvk (rechts) wollte der entscheidende Treffer im 265. fränkischen Derby gegen Greuther Fürth nicht gelingen.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Die Regnitz, die einen Sog erzeugt und in dem schwarz-rote "Pegnitz-Ratten" auf einem Boot auf den Grund des Flusses gerissen werden. Auf der anderen Seite versprechen die Nürnberger Anhänger mit Dürers Holzschnitt der Apokalypse, dass das Ende der Nachbarn aus Fürth nah ist. Kreative Einfälle hatten zumindest die Anhänger des 265. fränkischen Derbys mit ihren Choreographien.

Kreativität auf dem Platz im ersten Durchgang? Eher Fehlanzeige. "Wir sind mit sehr viel negativem Gepäck angereist", sagte Robin Hack. Trotz des neuen Manns zwischen den Pfosten - Felix Dornebusch feierte sein Debüt - und dem neuen Mann auf der Trainerbank, Jens Keller, offenbarte der Club die alten Verhaltensmuster: zu wenig Zweikampfstärke, Ungenauigkeiten in Ballannahme und Abspiel sowie fehlende Abstimmung. Wenn sich etwas tat, dann bei den Fürthern. "Wir waren sehr dominant", lobte auf der anderen Seite Trainer Stefan Leitl. "Dafür hätten wir uns belohnen müssen."

Dann endlich wurde es im zweiten Durchgang spannender. "Wir haben besser reingefunden. Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt", sagte Hack. Michael Freys Chance (49.), ein möglicher Handelfmeter nach dem Abschluss von Sebastian Kerk (56.), die Glanztat des neuen FCN-Keepers Dornebusch nach dem Distanzschuss von Marco Meyerhöfer (59.) und der knallharte Freistoß des Ex-Fürthers Johannes Geis aus 22 Metern (80.) - jetzt gings ab. "Wir sind mit mehr Selbstbewusstsein gekommen. Aber wir hätten die Chancen besser nutzen müssen", sagt Hack.

Einer hätte sich schließlich aufseiten der Nürnberger zum unsterblichen Derbyhelden machen können: In der 90. Minute spielte der Club einen sehenswerten Konter aus, doch Iuri Medeiros zeigte gegen den Greuther-Tormann Nerven. Er setzte den Ball wenige Zentimeter am Tor vorbei.

Kellers Fazit nach dem Derby-Debüt fiel trotz des torlosen Remis ziemlich positiv aus. "Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat sehr gut umgesetzt, was wir in der Pause angesprochen hatten." Vor allem sei er zufrieden, was er defensiv gesehen habe. "Die Null steht." Der Club sei auf dem Weg der Besserung. Oder wie es Michael Frey formulierte: "Nächste Woche müssen wir Tore schießen, Tore schießen, Tore schießen. Dann werden wir das Spiel gegen Wiesbaden auch gewinnen."

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