Von Richard Kirschner
Das Nürnberger Zeppelinfeld ist seit Freitag erneut Festivalhochburg: Die Euphorie rund um "Rock im Park" kennt keine Grenzen. Bereits im April war das Festival komplett ausverkauft – so früh wie nie zuvor in seiner Geschichte.
Rund 80.000 Besucherinnen und Besucher feiern seit dem Start am Freitag mit, und musikalisch ist das FestiVal von Beginn an ein echtes Brett. Bereits die ersten Acts des Tages – Ecca Vandal auf der Utopia-Stage und wenig später Max Grimm auf der Orbit-Stage – konnten sich über zahlreiche und sichtbar musikhungrige Fans freuen. Es schien beinahe so, als hätten die Besucher monatelang auf diesen Moment gewartet. Für erste große Emotionen sorgte die US-Rockband The Pretty Reckless um Frontfrau Taylor Momsen. Mit ihrer markanten, rauen Stimme und einer Mischung aus Hard Rock und Alternative Rock zog sie das Publikum schnell in ihren Bann. Auch Gitarrenvirtuose Tom Morello, bekannt als Mitbegründer von Rage Against the Machine, begeisterte mit seinem unverwechselbaren Sound. Als The Subways auf der Orbit-Stage spielten, musste der Zugang zeitweise wegen des großen Andrangs reguliert werden. Auch die französische Metalcore-Band Landmvrks lockte zahlreiche Fans mit ihrer Mischung aus aggressiven Breakdowns, eingängigen Melodien und überraschenden Rap-Elementen vor die Nühne. Zu den Publikumslieblingen des Tages gehörten auch Electric Callboy. Schon nach wenigen Songs sprang, tanzte und feierte das Publikum ausgelassen mit.
Am Abend warteten viele Fans gespannt auf Volbeat. Die dänische Band verbindet klassischen Heavy Metal mit Rockabilly- und Punk-Einflüssen und hat sich damit weltweit eine treue Fangemeinde erspielt. Das Zeppelinfeld bebte, während Tausende Besucher die Refrains lautstark mitsangen und für echte Festival-Gänsehautmomente sorgten. Später standen unter anderem Basement auf der Orbit-Stage sowie Bad Omens auf der Mandora-Stage auf dem Programm. Die US-Band gilt als einer der erfolgreichsten Vertreter des modernen Metalcore.
Viele Besucher waren bereits am Donnerstag angereist. Zwischenzeitliche Regenschauer konnten die Vorfreude kaum trüben. Nach langen Anfahrten, Wartezeiten und dem Aufbau der Zelte überwog die gute Laune. Auch am Freitag zeigte sich das Wetter zunächst unberechenbar. Gegen Mittag setzte Regen ein. Schließlich übernahm die Sonne das Kommando und sorgte für angenehme Temperaturen sowie beste Open-Air-Stimmung.
Der Veranstalter hat für 2026 zahlreiche Neuerungen auf dem Gelände umgesetzt. Vor der Utopia-Stage steht den Besucherinnen und Besuchern deutlich mehr Platz zur Verfügung. Zusätzliche Ein- und Ausgänge sowie weitere Zugangsschleusen sollen den Besucherstrom entzerren. Ein neuer Biergarten erweitert das gastronomische Angebot.
Darüber hinaus wurden mehr Personal und zusätzliche Check-ins eingesetzt, um Wartezeiten zu verkürzen. Zusätzliche Wassertoiletten sowie neue Wege zwischen den Bühnen lassen den Festivalaufenthalt komfortabler gestalten.
Für einen besonderen Moment sorgte der Veranstalter am Freitagabend mit der Bekanntgabe des ersten Headliners für Rock im Park 2027. Unter großem Applaus wurde verkündet, dass Blink-182 erstmals in der Geschichte des Festivals auftreten wird. Die kalifornische Band gilt als eine der prägendsten Gruppen des Pop-Punk-Genres. Der Vorverkauf für Rock im Park 2027 startet am Dienstag, 9. Juni, um 12 Uhr.








































Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.