Nürnberg
07.12.2022 - 05:24 Uhr

Scharf: 12 Arbeitsstunden am Tag sollen möglich sein

12 Arbeitsstunden am Tag, 48 Arbeitsstunden pro Woche: Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf fordert flexibleren Arbeitszeiten auf freiwilliger Basis.

Ulrike Scharf (CSU) spricht. Bild: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
Ulrike Scharf (CSU) spricht.

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) hat anlässlich der Eröffnung der Sozialmesse Consozial 2022 am Mittwoch in Nürnberg ihrer Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten Nachdruck verliehen. „Wir müssen offen über eine längere Arbeitszeit an einzelnen Tagen von bis zu 12 Stunden und eine Wochenarbeitszeit von 48 Stunden diskutieren - flexibel und auf freiwilliger Basis der Beschäftigten“, sagte Scharf.

„Ich fordere ein modernes, flexibles Arbeitszeitgesetz für die Sozialwirtschaft“, sagte die Ministerin. Dazu müssten alle Beteiligten an einen Tisch - Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik. „Wir müssen neue Wege gehen“, sagte Scharf.

„Die Sozialwirtschaft ist mit rund 450 000 Beschäftigten einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in Bayern“, sagte die Ministerin. Sie lebe von den Beschäftigen, die mit Kopf, Herz und Verstand tätig seien. „Niemand soll mehr arbeiten - aber wir müssen die Strukturen dringend erneuern und Flexibilität gewährleisten“, fügte sie hinzu. Gesundheits- und Arbeitsschutz seien maßgebend.

Programm der Messe

© dpa-infocom, dpa:221207-99-809873/2

 
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