11.07.2019 - 16:44 Uhr
NürnbergDeutschland & Welt

Urbane Vielschichtigkeit

Gerd Dollhopf ist ein Weltenbummler. Als Fotograf hat er seine Kamera stets dabei. Eine Fotoausstellung in Nürnberg zeigt nun Fotografien, die aus verschiedenen Ebenen ein Bild formen.

Wolkenbruch aus einem Cafe in Ufas Innenstadt.
von Günter KuschProfil

Wer mit Gerd Dollhopf "auf Reisen" gehen will, sollte die aktuelle Ausstellung im Nürnberger Kulturladen Zeltnerschloss nicht versäumen. Zu sehen ist eine konzeptionelle Zusammenstellung von Fotografien der Arbeits- und Studienreisen, die er in den vergangenen zehn Jahren unternommen hat. Die Schau "Urban Layers - urbane Vielschichtigkeit" zeigt, wohin die Reise geht: "Nichts passiert isoliert von anderen Dingen als singuläre Erscheinung", erklärt Dollhopf. Permanent strömten optische Einflüsse auf uns ein. "Selten sind wir in der Lage, ruhige Bilder zu sehen, weil uns von jeder Seite aus die blödsinnigsten bildlichen Inhalte anbrüllen und niederschreien", sagt der Fotograf. Und doch gebe es sie - Situationen, die ein gelungenes Bild formen.

Bereits vor 30 Jahren zeigte der Nürnberger Fotodesigner Gerd Dollhopf seine erste Ausstellung im Zeltnerschloss. Seitdem waren von ihm hier Städteportraits über Prag und Krakau, Kultur- und Landschaftsschilderungen der Toskana, des Peloponnes, aus den Niederlanden und Russland sowie Panoramen aus Mazedonien und Hong Kong zu sehen. Auch eine Bildserie über die Menschen auf der Krim, die Tataren im Dorf Nowo Ichsanowo (RUS), zwei Ausstellungen zur Aktfotografie sowie Beiträge zur journalistischen Fotografie und zu Kolchosen in Baschkortostan konnte man bewundern.

In seinen Arbeiten deuten mehrere Bildschichten übereinander eine Art Gleichzeitigkeit an. An sich autonome Ebenen überlagern sich in Transparenz zu einer Komposition und wollen gemeinsam gesehen werden. So besteht die Bildserie "Urban Layers" aus Bildkompositionen, die eben genau dies sind: Komponierte Bilder aus verschiedensten Ebenen.

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