24.05.2018 - 12:25 Uhr
Deutschland & Welt

Oberpfälzer Polizei macht weniger Überstunden

Entgegen dem bayerischen Trend ist der Überstundenberg bei der Polizei in der Oberpfalz im vergangenen Jahr kleiner geworden. Warum, ist unklar.

Die Polizei in der Oberpfalz hat gegen den Trend im Jahr 2017 weniger Überstunden gemacht.
von Jürgen UmlauftProfil

(jum) Die Zahl der Überstunden sank um 4,3 Prozent auf 112.000. Das entspricht einer Pro-Kopf-Belastung von 50 Stunden. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher hervor. Bayernweit stieg die Zahl der Überstunden bei der Polizei dagegen um weitere 11 Prozent auf gut 2,2 Millionen an. In Oberfranken lag der Zuwachs bei 22,5 Prozent.

Als wesentliche Ursachen für die wachsende Zahl an Überstunden nannte das Innenministerium allgemein die erhöhte Polizeipräsenz wegen der Gefahr terroristischer Anschläge, die Bewältigung großer Einsätze wie des G7-Gipfels in Elmau oder des G20-Gipfels in Hamburg, zusätzliche Aufgaben als Folge des Zustroms von Flüchtlingen sowie Schwerpunkteinsätze zum Beispiel zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen.

Gründe für die positive Entwicklung in der Oberpfalz teilte das Ministerium nicht mit. Insgesamt werde aber wegen des geplanten Aufwuchses um 3500 Stellen bei der bayerischen Polizei mit einer Entspannung der Situation gerechnet. Die dafür neu eingestellten Anwärter würden in den kommenden Jahren sukzessive in den Inspektionen ankommen und für eine "spürbare Entlastung bei den Mehrarbeitsstunden" sorgen, erklärte Innenstaatssekretär Gerhard Eck.

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