Oberpfalz
22.04.2021 - 14:21 Uhr

Blitzmarathon: Mehr als 250 Fahrer zu schnell unterwegs

Trotz tagelanger Vorankündigung hat die Oberpfälzer Polizei beim Blitzmarathon mehr als 250 Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt – deutlich weniger als bei der vorherigen Aktion. Den traurigen Rekord gab's im Kreis Tirschenreuth.

Beim diesjährigen Blitzmarathon sind trotz Vorankündigung mehr als 250 Menschen mit erhöhter Geschwindigkeit erwischt worden. Bild: sne
Beim diesjährigen Blitzmarathon sind trotz Vorankündigung mehr als 250 Menschen mit erhöhter Geschwindigkeit erwischt worden.

256 Fahrer sind beim Blitzmarathon in der Oberpfalz mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt worden. Das gab das Polizeipräsidium am Donnerstag bekannt. Die Zahl der Raser ist damit deutlich geringer als beim vorherigen Blitzmarathon vor zwei Jahren. 2019 waren im Bezirk 365 Fahrer geblitzt worden. Den laut Bericht "traurigen Höchstwert" in der Oberpfalz erreichte ein Autofahrer auf einer Landstraße im Landkreis Tirschenreuth. Bei zulässigen 100 km/h fuhr er mit 158 km/h. Der Mann hat nun mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot zu rechnen.

Einen Tag lang wurde an 96 vorher bekanntgegebenen Standorten in der Oberpfalz geblitzt. Insgesamt wurden 15.278 Fahrzeuge gemessen. Die 163 eingesetzten Beamten konzentrierten sich allerdings nicht nur auf Geschwindigkeitsverstöße – bei Kontrollen wurden auch 27 andere Verstöße geahndet. Unter anderem weil die Leute nicht angeschnallt waren oder das Handy während der Fahrt benutzten. Auch ein "total gefälschter" philippinischer Führerschein wurde sichergestellt, wie die Polizei schreibt.

In ganz Bayern wurden von Mittwochfrüh bis Donnerstagfrüh 7036 Temposünder erwischt - ebenfalls deutlich weniger als beim letztmaligen Blitzmarathon 2019 mit 10.821 Geschwindigkeitsverstößen. Ein Motorradfahrer wurde in Schwaben gar mit 231 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 100 gemessen. Ihm drohen eine Geldbuße von 1200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot. "Dass trotz tagelanger Vorankündigung und pandemiebedingt weniger Verkehr so viele zu schnell unterwegs waren, ist höchst bedenklich", erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. "Vielen Verkehrsteilnehmern ist immer noch nicht bewusst, wie gefährlich zu schnelles Fahren sein kann. Raser spielen nicht nur mit dem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben anderer." Herrmann kündigte an, die Geschwindigkeitskontrollen in Bayern weiter zu verstärken, um gerade die Unbelehrbaren aus dem Verkehr zu ziehen.

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Amberg21.04.2021
 
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