17.05.2021 - 14:49 Uhr
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Einstichstelle nach Coronaimpfung ist nicht magnetisch

Nein, die Einstichstelle nach der Coronaimpfung wird nicht magnetisch. Warum bleiben dann aber Magnete kurz am Arm hängen? Ein Faktencheck.

Enthält der Impfstoff gegen Corona Metall oder Mikrochips? Videos sollen das angeblich beweisen.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Videos sollen es beweisen. Enthält der Impfstoff gegen Corona etwa Metall oder gar einen Mikrochip? Auf den kurzen Filmen, die derzeit durch das Internet geistern, soll genau das suggeriert werden. Abgesehen davon, dass sogenannte Mikrochips aus Silizium bestehen und Silizium  nicht ferromagnetisch ist, bleibt noch die Frage, warum der Magnet kurz am Arm hängen bleibt. Die Erklärung: Adhäsion, das Aneinanderhaften zweier Stoffe oder Körper. Diesen physikalische Zustand gibt es auch bei anderen Oberflächen und Materialien. So bleibt auch eine Spielkarte, eine Münze oder ein Löffel kurz an der Stirn "kleben", wenn man nur fest genug dagegen drückt. Weitere Faktoren, die die Adhäsion fördern, sind unter anderem Schweiß, Fett und Öle auf der Hautoberfläche.

Faktenschecker von Mimikama haben den Versuch nachgestellt und kommen zu dem Schluss: "So ein kleiner Magnet kann nahezu überall am Körper hängenbleiben, solange die Stelle entsprechend glatt ist – das klappt also eher weniger an den haarigen Beinen oder am rauen Ellenbogen." Für die Faktenchecker steht fest, es liegt nicht am Magnetismus, sondern am mangelden Physikwissen derer, die das behaupten.

Infos zu Corona in der Nordoberpfalz im Newsblog.

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