02.09.2021 - 14:28 Uhr
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Hoch lebe die Bassmusik – eine Live-Kultur-Kolumne von Lukas Höllerer

Ja, echt jetzt! Die Kultur kommt zurück. Um nichts mehr in der Region zu verpassen, gibt es hier künftig regelmäßig Tipps. Lukas Höllerer kümmert sich darum, dass kein Geheimtipp mehr geheim bleibt. Hier Teil 4.

Lukas Höllerer freut sich nach Lockdowns und Veranstaltungsverboten wieder auf echte und ehrliche regionale Kultur.
von Autor LHÖProfil

Wie rappte „Das Bo“ schon vor 20 Jahren: „Bass, Bass, wir brauchen Bass! Seid ihr down? – Türlich, Türlich – sicher Dicker!“ Nachdem man sich die letzten beiden Sommer daran gewöhnen durfte, dass die Maßeinheit 1,5 m ein ständiger Begleiter bei Kulturveranstaltungen wurde, stehen nun alle Zeichen auf Annäherung und das in verschiedensten Formen. Annäherung an Menschen – gerne mit einer Ladung Impfe im Arm – und vor allem an Kulturformate, die nicht mit gezücktem Zollstock funktionieren.

Hoch lebe die Bassmusik! Haltet mich für einen Spinner, aber die künstlerische Auseinandersetzung mit tiefen Frequenzen ist etwas Zauberhaftes, was mir schon die ein oder andere Gänsehaut beschert hat. Und ich spreche nicht von Songs, die ein Mensch mit viel zu weißen Turnschuhen in einem viel zu weißen Studio mit viel zu bunter, indirekter Beleuchtung für die Diskothek produziert. Formate, die Genres Raum geben, von deren Existenz man nichts weiß, können/müssen/dürften nun langsam wieder losgehen und so komme ich zu Tipp #1: Das Blurred Vision Open Air am 18. September auf dem Gelände der Muffathalle in München. Präsentiert wird das Ganze von „Schlachthofbronx“ (2016 zu Gast beim sündikat e.V.) und der Dub-Crew „Elemental Wave“. Zu hören gibt es so, so viele Soundfacetten von Dub bis Jungle, von Dancehall bis UK Garage, von HipHop bis Techno. Funfact: Das mit Blurred Vision (verschwommene Sicht) ist ernst gemeint. Bei dieser Veranstaltungsreihe kommt ein Soundsystem zum Einsatz, das – aufgrund amtlicher Bassleistung – die Sicht mitunter ein bisschen verschwimmen lässt. Uiuiuiuiui.

So jetzt reicht’s aber mit meinen Liebesgeschichten von süßen Bassklängen (oh my god, love them so much). Ich komme zu Tipp #2, ein womöglich wunderbarer Abend, der schon dieses Wochenende um die Ecke biegt: Antje Schomaker, diesen Sonntag live am Grieser Spitz in Regensburg. Wunderschöner, deutschsprachiger Sound, brutal ehrlich und brutal gut gemacht. Da könnte glatt bisschen Lindenstraße Mood aufkommen am Sonntagabend, bevor uns die Arbeitswoche wieder packt. Auch auf der Bühne: Moon Mates und die wunderbare Ami Warning mit Mathew Austin. Leute, das Wetter wird gut sein, man schnürt euch ein wunderbares Musikpackerl. Hin da!

Die Kultur kommt zurück. Um nichts mehr in der Region zu verpassen, gibt es hier regelmäßig Tipps. Lukas Höllerer kümmert sich darum, dass kein Geheimtipp mehr geheim bleibt. Der 28-Jährige lebt in Weiden und tobt sich immerzu kulturell aus – als Veranstalter, Tonmann oder Musiker . Immer auf der Jagd nach neuen, spannende Sounds.

Weiden in der Oberpfalz

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