Oberpfalz
05.09.2022 - 14:49 Uhr

Jagdwilderei? Mehrere Fälle von abgetrennten Rehköpfen in der Oberpfalz

Sieben Rehe mit abgetrennten Köpfen sind in der Oberpfalz in diesem Jahr gefunden worden. Unter andere, in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neustadt/WN. Laut Polizei besteht der Anfangsverdacht der Jagdwilderei.

In der Oberpfalz haben sich in diesem Jahr die Fälle mit kopflosen Rehen gehäuft. Symbolbild: Friso Gentsch/dpa
In der Oberpfalz haben sich in diesem Jahr die Fälle mit kopflosen Rehen gehäuft.

In der Oberpfalz sind in diesem Jahr bereits sieben Rehkadaver mit fehlenden Köpfen gefunden worden. Seit 2019 liegt diese Zahl bei zehn Fällen, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz am Montag mitteilte. Solche Kadaver wurden demnach gefunden in Kümmersbruck, Ensdorf, Ursensollen (alle Landkreis Amberg-Sulzbach), Kemnath (Landkreis Tirschenreuth), Seubersdorf, Holzheim und Lupburg (alle Landkreis Neumarkt) sowie in Regensburg und zwei in Sinzing (Landkreis Regensburg). Auch bei Kelheim in Niederbayern meldeten Behörden einen Fund.

Die Kriminalpolizei Amberg übernimmt nun die Ermittlungen und soll die Hintergründe klären. Die Polizei hofft dabei auch auf Hinweise aus Jagdkreisen. Es bestehe der Anfangsverdacht der Jagdwilderei. Warum den Rehen die Köpfe abgetrennt wurden, ist laut Polizei noch unklar. Die kopflosen Reste der Rehe seien vor Ort zurückgelassen worden. In den meisten Fällen handelt es sich um männliche Tiere. "In manchen Fällen wurden auch Schusswunden festgestellt", heißt es im Bericht weiter. Die Ermittlungen sollen klären, ob es in einzelnen Fällen möglicherweise auch andere Ursachen geben könnte, etwa Tierfraß.

Die Polizei bittet um Hinweise. Vor allem werden Jagdberechtigte aus der Oberpfalz gebeten, die "Augen und Ohren offen zu halten" und Hinweise zu möglichen Verursachern zu geben. Melden könne man sich bei jeder Polizeidienststelle oder über die Telefonnummer 09621/890-0. Auch das Kontaktformular der Bayerischen Polizei steht rund um die Uhr zur Verfügung.

 
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