17.10.2018 - 20:04 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Die Kino-Neustarts: Kiffende Hippies und tollpatschige Geheimagenten

Johnny English ist zurück. Die Mission: brenzlig. Nur er kann Großbritannien vor einer Cyberattacke retten. Natürlich gelingt das nicht ohne das eine oder andere Missgeschick.

Johnny English ist zurück - tollpatischig wie eh und je.
von Julia Hammer Kontakt Profil

„Johnny English 3“: Im dritten Teil des Spionageklamauks kehrt Rowan Atkinson als Geheimagent Johnny English aus dem Vorruhestand zurück, um einem Hackerangriff auf Großbritannien aufzuklären. Weil alle anderen Agenten durch die Cyberattacke enttarnt wurden, bleibt English die letzte Hoffnung der Premierministerin (Emma Thompson). Mit der Digitalisierung hat der tollpatschige Spion nicht viel am Hut. Er verfährt nach dem Motto: Wer kein Handy hat, kann auch nicht geortet werden. Doch schon bald macht er Bekanntschaft mit dem Feind. „Johnny English – Man lebt nur dreimal“ setzt auf Agentenklischees und dem von „Mr. Bean“ bekannten Slapstick. In Nebenrollen sind auch Ex-Bondgirl Olga Kurylenko („Ein Quantum Trost“), Ben Miller („Paddington 2“) und Jake Lacy („Rampage“) zu sehen. (Regie: David Kerr – Mit: Rowan Atkinson, Olga Kurylenko und Emma Thompson – 88 Minuten – Frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Johnny English 3"

„Der Vorname“: Es sollte ein gemütliches Abendessen werden, zu dem der linksliberale Literaturprofessor Stephan und seine Frau Elisabeth, eine Lehrerin mit Doppelnachnamen, deren Bruder Thomas samt seiner schwangeren Freundin Anna sowie den Familienfreund René einladen. Die Party im gepflegten Eigenheim läuft jedoch bald völlig aus dem Ruder, als Thomas damit herausplatzt, wie er seinen Sohn zu nennen gedenkt: Adolf. Während der Streit ins Bodenlose zu eskalieren scheint, schreit man einander Wahrheiten ins Gesicht, die eigentlich besser ungesagt blieben. Erfolgsregisseur Sönke Wortmann verfilmte „Der Vorname“ den gleichnamigen französischen Bühnen- und Filmhit. Mit Stars wie Christoph Maria Herbst und Caroline Peters. (Regie: Sönke Wortmann – Mit: Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz und Caroline Peters – 91 Minuten – Frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Der Vorname"

„Dogman“: In einer tristen Gegend einer namenlosen Stadt hat Marcello einen kleinen Hundesalon, in dem er sich liebevoll um die Tiere kümmert. In der Nachbarschaft ist der Familienvater beliebt und kommt mit allen gut aus. Doch genau diese Gutmütigkeit – gepaart mit Naivität – wird ihm zum Verhängnis. Denn der brutale Simone drängt sich immer weiter in sein Leben und zieht ihn dabei in kriminelle Geschäfte hinein. Marcello wird so zum Mittäter, der es allen eigentlich nur recht machen möchte, dabei aber selber schnell von einer Abwärtsspirale erfasst wird. Bald läuft er Gefahr, alles zu verlieren. Regisseur Matteo Garrone, der mit dem Mafiafilm „Gomorrha“ vor zehn Jahren große Erfolge feierte, ließ sich für diese Geschichte von einem realen Fall inspirieren. Hauptdarsteller Marcello Fonte wurde beim Filmfest Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet. (Regie: Matteo Garrone - Mit: Marcello Fonte und Edoardo Pesce - 102 Minuten - Ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Dogman"

„The Guilty“: Polizist Asger Holm hatte auch schon bessere Tage: Strafversetzt in den Innendienst muss er nachts Notrufe entgegennehmen. Doch dann wird die Routine durchbrochen: Eine verängstigte Frau ruft an, ein Entführungsopfer. Holm setzt alles dran, der Frau und ihren kleinen Kindern zu helfen. Er schwankt am Telefon zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit, zwischen Erleichterung und Entsetzen. All das vermittelt sich dem Publikum in dem kammerspielartigen Thriller „The Guilty“ nur über Asger Holm (Jakob Cedergren) selbst – seine Mimik, seine Gestik. Er steht den kompletten Film über im Fokus, die Kamera verlässt nie ihren Protagonisten und die nüchterne Notrufzentrale. Das Drama spielt sich draußen ab, nur hörbar übers Telefon. Und so erfährt der Zuschauer nach und nach mehr über diesen vertrackten Fall der entführten Iben und über den vertrackten Fall des Asger Holm und seinen inneren Kampf mit Schuld und Sühne. (Regie: Gustav Möller - Mit: Jakob Cedergren, Jessica Dinnage, Omar Shargawi und Johan Olsen - 85 Minuten - Frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "The Guilty"

„Girl“: Die fast 16-jährige Lara (Victor Polster) träumt den Traum vieler Mädchen: Sie will Ballerina werden. Nachdem sie an einer renommierten Akademie aufgenommen wurde, zieht sie mit ihrem Vater und dem kleinen Bruder nach Brüssel. Mit unerbittlichem Ehrgeiz kämpft sie für die Tanzkarriere, obwohl sie es viel schwerer hat als ihre Konkurrentinnen. Lara wurde nämlich als Junge geboren, sehnt sich nach einem weiblichen Körper und bereitet sich mit einer Hormonbehandlung hoffnungsvoll auf die für sie so wichtige Operation vor. Der Film „Girl“, das Langfilm-Debüt des belgischen Regisseur Lukas Dhont, erzählt von der Pubertät eines Transgender-Mädchens. Eine mitfühlende Coming-of-Age-Geschichte mit erschwerten Bedingungen. Beim Filmfestival in Cannes wurde „Girl“ als bester Debütfilm ausgezeichnet. (Regie: Lukas Dhont – Mit: Victor Polster, Arieh Worthalter und Valentijn Dhaenens – 109 Minuten – Frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Girl"

„Ploey“: Der Hauptdarsteller dieser isländisch-belgischen Koproduktion, das ist ein putziges Goldregenpfeifer-Küken namens Ploey. Ploey zwar hat zuckersüße Kulleraugen, ein flottes Mundwerk und einen kecken, hellbraunen Haarschopf, fliegen aber kann das Küken noch nicht. Zudem gerät Ploey auch noch in die Fänge einer Katze. Als sich seine Familie zur Herbstzeit gen Süden aufmacht, da ist das kleine Küken nicht mit dabei. Alleine und zu Fuß sucht Ploey nun den Weg in Richtung Paradise Valley. Dorthin also, wo es warm und angenehm sein soll. Die Regie besorgt zu diesem bunten, 83 Minuten währenden Animationsabenteuer hat der 1972 im isländischen Reykjavik geborene Árni Ásgeirsson. (Von: Árni Ásgeirsson - 83 Minuten - Ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Ploey"

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