19.06.2019 - 11:06 Uhr
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Kinostarts der Woche

Charlize Theron und Seth Rogen geben in "Long Shot" ein hervorragendes Leinwand-Paar ab. Mit "Verachtung" erscheint eine weitere Verfilmung eines Jussi-Adler-Olsen-Krimis. Und "Tolkien" beschäftigt sich mit dem "Der Herr der Ringe"-Autor.

Fred Flarsky (Seth Rogen) und Charlotte Fields (Charlize Theron haben in „Long Shot“ ihren Spaß.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Long Shot": "Long Shot - Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich" ist ein sperriger Titel für eine frech-intelligente Liebeskomödie mit einem völlig gegensätzlichen Paar: Der Komiker Seth Rogen ("Bad Neighbors") spielt einen arbeitslosen Journalisten, der seine ehemalige Babysitterin, die inzwischen eine einflussreiche Politikerin (Charlize Theron) geworden ist, um den Finger wickeln will. In der schwarzen Komödie von Jonathan Levine ist auch die Nebenrolle des fiktiven kanadischen Premierministers mit Alexander Skarsgård perfekt besetzt.

(Regie: Jonathan Levine - Mit Charlize Theron, Seth Rogen, Bob Odenkirk, Alexander Skarsgård - 125 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Long Shot"

"Verachtung": Millionen verkaufte Bücher in mehr als 40 Ländern, Millionen Leser und Fans - und jetzt der vierte Film. Die Krimi-Reihe über das Sonderdezernat Q von Jussi Adler-Olsen, Dänemarks Krimi-Star Nummer eins, wird auch im Kino zur Erfolgsgeschichte. Nach "Erbarmen", "Schändung" und "Erlösung" kommt jetzt der nächste Fall für Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und seinen Assistenten Assad (Fares Fares) auf die große Leinwand. «Verachtung» heißt der Film, der mit dem bislang gruseligsten aller Tatorte beginnt, den Carl und Assad jemals untersuchen mussten. Die Spur führt das ungleiche Ermittlerteam auf eine verlassene Insel, auf der sich einmal unglaubliches zugetragen haben soll. Junge Frauen wurden dort - und das ist tatsächlich eine historische Wahrheit - eingesperrt und zwangssterilisiert.

(Regie: Christoffer Boe - Mit Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Johanne Louise Schmidt - 119 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Verachtung"

"Tolkien": Werke wie "Der Hobbit" oder "Der Herr der Ringe" sind weltberühmt und wurden von Millionen Menschen gelesen. Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter ihrem Verfasser J.R.R. Tolkien? Das Biopic "Tolkien" handelt von den prägenden Jahren des 1973 gestorbenen britischen Schriftstellers. Tolkiens Bücher wurden maßgeblich von seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg beeinflusst, in dem einige seiner besten Freunde starben. In dem britischen Schauspieler Nicholas Hoult ("X Men: Apocalypse") hat der finnische Regisseur Dome Karukoski ("Kaffee mit Milch und Stress") seinen Hauptdarsteller gefunden. Lily Collins ("Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen") verkörpert Tolkiens große Liebe Edith Bratt.

(Regie: Dome Karukoski - Mit Nicholas Hoult, Lily Collins, Colm Meaney - 110 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Tolkien"

"Der Klavierspieler vom Gare du Nord»: Ganz in sich versunken spielt der junge Mathieu Malinski auf einem Pariser Bahnhof virtuos Klavier. Zufällig hört Pierre Geithner (Lambert Wilson), Leiter des Konservatoriums, den unbekannten Künstler, und lädt in sein Institut ein. Bald erhält Mathieu Klavierstunden lavierspieler vom Gare du Nord"bei der besten und strengsten Lehrerin (Kristin Scott Thomas). Aber Mathieu stammt aus einfachen Verhältnissen und geriet bereits mit dem Gesetz in Konflikt. Geithner glaubt jedoch fest an seinen Schützling und meldet ihn für einen renommierten Klavierwettbewerb an. Jetzt muss Mathieu über seinen eigenen Schatten springen. Regisseur Ludovic Bernard erzählt die hindernisreiche Aufstiegsgeschichte eines Jungen von den Pariser Vorstädten bis in die Konzertsäle der Welt. Newcomer Jules Benchetrit spielt das melancholische Klaviergenie.

(Regie: Ludovic Bernard – Mit Jules Benchetrit, Lambert Wilson, Kristin Scott Thomas - 106 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Der Klavierspieler vom Gare du Nord"

"O Beautiful Night": Dieser Film feierte seine Premiere im Rahmen der "Panorama"-Sektion der diesjährigen Filmfestspiele von Berlin. Es ist das Kinodebüt des jungen Regisseurs Xaver Böhm, der uns in seinem Eineinhalbstünder mitnimmt auf einen so skurrilen wie bizarren Trip durch ein dunkelbuntes Berlin. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Juri. So jung und vital Juri auch anmuten mag, so ist er doch ein großer Hypochonder, ständig von dem Gedanken und der Angst erfüllt, sein Leben könne bald zu Ende sein. In einer düsteren Spielhalle trifft dieser Juri auf eine mysteriöse Gestalt, die sich als der "Tod" zu erkennen gibt. Nun kommt das, unter anderem von Maren Ade ("Toni Erdmann") mitproduzierte, recht melancholische Filmdrama in zwei verschiedenen Fassungen in die bundesweiten Kinos: Neben der farbigen Fassung wird auch eine Fassung in Schwarz-Weiß lanciert.

(Regie: Xaver Böhm – Mit Noah Saavedra, Marko Mandic, Vanessa Loibl - 89 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "O Beautiful Night"

"Brightburn": Tori und Kyle Breyer wünschen sich sehnlichst ein Kind, doch das scheint nicht zu klappen. Dann aber kommt Hilfe aus dem All: In der Nähe ihrer Farm schlägt ein Komet ein - in dem sich ein menschliche aussehendes Baby befindet. Die Breyers nehmen den Jungen bei sich auf. Jahre später aber zeigt dieser Brandon (Jackson A. Dunn) zunehmend seine dunkle Seite. "Brightburn: Son of Darkness" entwickelt sich so zu einem Horrorthriller. Als Mutter ist Elizabeth Banks ("Charlie's Angels", "The Lego Movie") zu sehen.

(Regie: David Yarovesky - Mit Elizabeth Banks, David Denman, Jackson A. Dunn - 91 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Brightburn"

"Drei Schritte zu dir": Der vor allem durch seinen Auftritt in der Fernsehserie "Jane the Virgin" bekannt gewordene US-Darsteller Justin Baldoni erzählt in seinem Debüt als Spielfilm-Regisseur von zwei Jugendlichen, die sich ineinander verlieben. So weit, so ungewöhnlich. Bei Stella und Will indes handelt es sich um zwei an der Erbkrankheit Mukoviszidose erkrankte Teenager. Was bedeutet, dass die beiden wegen stark erhöhter Infektionsgefahr immer einen Sicherheitsabstand von einigen Schritten zueinander einhalten müssen. Eine kleine Berührung bereits könnte schlimme Folgen haben. In den Hauptrollen zu sehen sind die jungen US-Darsteller Cole Sprouse (Serie "Riverdale") und Haley Lu Richardson ("Split").

(Regie: Justin Baldoni - Mit Haley Lu Richardson, Cole Sprouse, Moises Arias - 116 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Drei Schritte zu dir"

"Happy Lamento": Alexander Kluge gilt als einer der vielseitigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Kluge, der Rechtsanwalt genauso ist wie Fernsehproduzent, Regisseur und Schriftsteller zählt neben Namen wie Wim Wenders, Werner Herzog oder Volker Schlöndorff zu den wichtigsten Protagonisten des "Neuen Deutschen Films" der 1960er und 1970er Jahre. Zu den bekannteren Kinowerken gehören Filme wie "Abschied von gestern" sowie, in Venedig ausgezeichnet, "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos". Jetzt meldet sich Kluge nach längerer Kino-Abstinenz mit einem 90-Minüter zurück: In dem assoziativen Filmessay geht's unter anderem um den Mond, elektrische Elefanten, die Orchestrierung des Alls.

(Regie: Alexander Kluge - 90 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Happy Lamento"

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