11.03.2019 - 20:57 Uhr
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Neuer Aktionsplan sorgt für geteiltes Echo

Wohin führt der Weg für die Wölfe? Der Aktionsplan Wolf des Landesamt für Umwelt gibt neue Handlungsweisen für standorttreue Wölfe und Rudel. Von den Naturschützern kommt deshalb Kritik.

Der Wolf auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Der neue Aktionsplan Wolf hat schon am Tag seines Erscheinens für Diskussionen und Kritik gesorgt. Seit Montag lässt sich der Plan auf der Homepage des Landesamts für Umwelt (LfU) einsehen. Das Titelblatt ziert eine Aufnahme des Wolfspaars vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Inhaltlich ähnelt der Aktionsplan seinem Vorgänger, dem Managementplan Wölfe aus dem Jahr 2014. Während dieser auf den Umgang mit durchziehenden Wölfen eingeht, gibt der Aktionsplan Handlungsanweisungen für standorttreue Wölfe und Rudel, erklärt LfU-Sprecher Claus Hensold. Wichtigste Änderung: Der Abschuss von Wölfen wird in Gebieten erleichtert, in denen Schutzmaßnahmen kaum möglich sind. Laut Hensold geht es vor allem um schwer zugängliche Almweiden. Doch der Plan hält nun auch fest. "Angesichts der Populationsdynamik in Deutschland ist in der Regel davon auszugehen, dass eine Entnahme von Einzeltieren nicht zu einer Verschlechterung des Erhaltungszustands führt." Auch deshalb gibt es Kritik von Naturschützern, der LBV spricht von einem "Wolfsabwehr- und -vergrämungsplan". Der LBV sieht in dem Aktionsplan Wolf "deutlich zu wenige konkrete Empfehlungen und Optionen für Tierhalter zur Prävention, zu Abläufen im Schadensfall und zum Prozedere bei der Entnahme von Wölfen".

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