03.04.2019 - 10:03 Uhr
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Mit nur einem Wort Superheld

Billy braucht nur "Shazam!" zu sagen – und schon transformiert er vom Teenager zum Erwachsenen mit ungeahnten Kräften. Der neue Film ist eine Superhelden-Geschichte, die sich selbst nicht zu ernst nimmt. Alle Neustarts im Überblick.

Jack Dylan Grazer (links) als Freddy Freeman und Zachary Levi als Shazam im gleichnamigen Film Steve Wilkie/Warner Bros./dpa
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Shazam!": Ein neuer, letztlich aber doch auf eine lange Geschichte zurückblickender Comic-Held schickt sich an, das Mainstream-Kino zu erobern. Schon 1940 feierte er in den USA auf Papier seine Premiere. Nun gibt es eine große Kinoadaption. Es geht um einen 14 Jahre alten Jungen namens Billy, der sich eines Tages über ganz besondere Kräfte freuen darf: Superkräfte, von einem Magier verliehen, mit denen Billy aber auch erst einmal klarkommen muss. "Shazam!", entstanden unter der Ägide des Schweden David F. Sandberg, ist eine über zwei Stunden währende Abenteuergeschichte rund um Helden, unheimliche Monster und - nicht zuletzt - auch eine Geschichte über den Wert von Familie.

(Regie: David F. Sandberg – Mit Zachary Levi, Djimon Hounsou und Michelle Borth – 132 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Shazam!"

"Friedhof der Kuscheltiere": "Carrie" und "Es" waren erst der Anfang: Stephen Kings alte Horrorklassiker mit besseren Effekten und schöneren Schauspielern neu ins Kino zu bringen, ist in Hollywood schwer angesagt. Jetzt ist "Friedhof der Kuscheltiere" dran. Die erste Version von 1989 war zwar ein Kassenschlager, gilt aber als eine der miserabelsten King-Verfilmungen und hat seinerzeit viele Fans wütend gemacht. Kevin Kölsch und Dennis Widmyer haben nun aus Fehlern der Vorgänger gelernt. "Friedhof der Kuscheltiere" ist ein Film, der sich detailverliebt an den stärksten Alpträumen des Bestsellers abarbeitet - eine gelungene Umsetzung.

(Regie: Kevin Kölsch und Dennis Widmyer – Mit Jason Clarke, Amy Seimetz, John Lithgow – 97 Minuten – frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Friedhof der Kuscheltiere

"Monsieur Claude 2": 2014 fanden es Millionen Franzosen sehr komisch, als ein erzkonservativer Familienvater im Kino reaktionäre Sprüche schwang, weil seine vier Töchter heiraten wollten. Die Auserwählten entsprachen so gar nicht seinem Weltbild: ein Chinese, ein Muslim, ein Jude und ein Schwarzer. "Monsieur Claude und seine Töchter" nannte sich die auch in Deutschland erfolgreiche Komödie mit Chantal Lauby und Christian Clavier, die sich fröhlich über jede politische Korrektheit hinwegsetzte. Nun folgt "Monsieur Claude 2". Darin wollen die Töchter mit ihren Familien ins Ausland ziehen, denn ihre Männer fühlen sich in Frankreich ausgegrenzt. Mit allen Tricks versuchen Claude Verneuil und seine Frau Marie, den jungen Paaren das Leben in Frankreich wieder schmackhaft zu machen.

(Regie: Philippe de Chauveron – Mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan – 99 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Monsieur Claude 2"

"Unheimlich perfekte Freunde": Wie macht man ehrgeizige Eltern glücklich ohne sich anstrengen zu müssen? Die Lösung: ein Doppelgänger. In der Komödie "Unheimlich perfekte Freunde" erweckt Fridolin sein Spiegelbild auf magische Weise zum Leben. Es ist genauso wie er selbst, nur perfekt. Das Beste daran: Das seltsame Wesen geht für ihn zur Schule und schreibt beste Noten. Fridolin hat nun viel Zeit zum Spielen. Auch sein Freund Emil holt sich so einen Doppelgänger. Bald merken die Kinder, dass die Spiegelbilder immer stärker werden und anfangen, sie aus ihrem eigenen Leben zu verdrängen. Sie wollen ihre Doppelgänger wieder loswerden, doch das ist gar nicht so leicht. Marcus H. Rosenmüller ("Trautmann") hat die Komödie inszeniert, mit Luis Vorbach in einer Doppelrolle als Fridolin und sein Spiegelbild. Mit dabei sind auch Margarita Broich und Max von Thun.

(Regie: Marcus H. Rosenmüller – Mit Luis Vorbach, Margarita Broich, Max von Thun – 92 Minuten – frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Unheimlich perfekte Freunde"

"Bildbuch": Bilder ohne Ende: Die französische Regielegende Jean-Luc Godard (88) hat mit "Bildbuch" einen Film gedreht, der Bilder aus Kriegen und alten Kinowerken, von Gewalt und Folter aneinanderreiht. In dem Bilderfluss stellt der französisch-schweizerische Regisseur und Nouvelle Vague-Vertreter soziale Ungerechtigkeit an den Pranger und fragt nach der Beziehung zwischen Bild, Wort und Wahrheit. In "Bildbuch" verzichtet Godard, der mit "Außer Atem" international bekannt wurde, ganz auf Protagonisten. Die Bilder werden von seiner Stimme aus dem Off kommentiert und begleitet. Der Film feierte in Cannes 2018 Weltpremiere und erhielt einen Sonderpreis.

(Regie: Jean-Luc Godard – 85 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Bildbuch"

"Another Day of Life": Der animierte Film, eine polnisch-deutsch-spanisch-belgisch-ungarische Koproduktion, erzählt die Geschichte der drei Monate währenden Reise des polnischen Journalisten Ryszard Kapuscinski durch ein zerrüttetes Angola. Ein Angola kurz vor der Ausrufung der Unabhängigkeit im Jahr 1975. In dem südwestafrikanischen Land wird der polnische Reporter mit den Schrecken und Gräueln des Krieges konfrontiert. Von einem, vermeintlich nur der Objektivität verpflichteten Journalisten wandelt sich Kapuscinski unter den Eindrücken zu einem Schriftsteller. Prämiert wurde der Film, dessen Inszenierung von Raul de la Fuente und Damian Nenow übernommen wurde, mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie Animation.

(Regie: Raul de la Fuente und Damian Nenow – 85 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Another Day of Life"

"Birds of Passage": "Weißt du, warum man mich respektiert?", heißt es an einer Stelle in diesem Film, «weil ich für meinen Clan und meine Familie zu allem fähig bin». In seinem neuen Werk nimmt uns Ciro Guerra ("Der Schamane und die Schlange") mit ins Kolumbien der späten 1960er Jahre. Zusammen mit Ko-Regisseurin Cristina Gallego berichtet der Kolumbianer davon, wie eine Familie des matriarchalisch geprägten Wayuu-Stammes den Grundstein für den Drogenhandel legt. "Birds of Passage" war nicht nur der Eröffnungsfilm der Nebenreihe Quinzaine des Réalisateurs beim Cannes Filmfestival 2018. Der 125-Minüter wurde auch von Kolumbien für den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" eingereicht.

(Regie: Ciro Guerra und Cristina Gallego – Mit Carmiña Martínez, Natalia Reyes, José Acosta – 125 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Birds of Passage"

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