Aberglaube ist so eine Sache im Fußball. Manche Spieler betreten mit einem bestimmten Fuß den Platz, andere ziehen immer den linken Stutzen zuerst an und wieder andere halten am Spieltag immer denselben Tagesablauf ein. Gerade im Amateurfußball spielen aber auch gewisse Termine in der jeweiligen Gemeinde eine Rolle: Bürgerfest, Feuerwehrfest oder die Kirwa.
Der Mythos, dass das Kirwawochenende vor allem die Heimmanschaft beflügelt, hält sich hartnäckig - manchmal wird er auch wahr. So geschehen beim Spiel SG Luhe-Wildenau/Etzenricht II gegen den Favoriten und Tabellenführer VfB Rothenstadt in der Kreisklasse Ost. 2:1 gewinnen die Gastgeber. Auch den SV Neusorg beflügelte der Kirwa-Effekt – 6:1 gegen den FC Freihung.
Doch das muss nicht immer so sein. In Ehenfeld, wo der TuS/WE Hirschau gegen den TuS Rosenberg spielte, kam es zu einem Spielabbruch nach einer roten Karte gegen einen Betreuer. Stimmung auf der Kirwa trotzdem gut, denn Hirschau hofft auf drei Punkte vom Sportgericht. In der Kreisklasse West verhagelt der SC Eschenbach dem SV Immenreuth die Kirwa - 4:1 für die Gäste. Und in der Bezirksliga endet das Topspiel zwischen dem SV Etzenricht und dem FC Wernberg mit einem 1:1-Unentschieden.
Die Stimmung auf der Kirwa trübt das Ergebnis sowieso nicht. Ob das Event die Mannschaft beflügelt, ist für mich mehr als fraglich. Aber ein wenig Aberglaube gehört zum Amateurfußball eben dazu.













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