11.02.2021 - 16:55 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Weiden, Neustadt und Schwandorf prüfen Beitritt zum Regensburger Verkehrsbund

Gehören die Kreise Schwandorf, Neustadt/WN sowie die Stadt Weiden bald zum Regensburger Verkehrsverbund? Gut möglich, jedenfalls lassen sie zusammen mit weiteren Kreise und Städten einen Beitritt prüfen. Der Freistaat fördert die Studie.

Die Kreise Neustadt/WN und Schwandorf (hier der Bahnhof im Bild) sowie die Stadt Weiden prüfen den Beitritt zum RVV.
von Julian Trager Kontakt Profil

Regensburg lockt: Die Landkreise Schwandorf, Neustadt/WN, Cham und Straubing-Bogen sowie die Städte Weiden und Straubing prüfen einen Beitritt zum Regensburger Verkehrsbund (RVV). Ob das sinnvoll ist, soll eine Grundlagenstudie klären, die vom Freistaat mit bis zu 5,4 Millionen Euro gefördert wird, wie das bayerische Verkehrsministerium am Mittwoch mitteilt.

Durch einen RVV-Beitritt sollen die Fahrgäste von einheitlichen Informationen und Tarifen bei Bus und Bahn profitieren. „Wir wollen, dass möglichst alle Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern Teil von leistungsstarken Verkehrsverbünden sind“, sagt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Das erleichtert die Nutzung des ÖPNV und hat für die Fahrgäste viele Vorteile." Tickets in Verkehrsverbunden seien in der Regel einheitlich in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gültig. Außerdem würden Fahrpläne aufeinander abgestimmt und spiegelten sich auch in abgestimmten Fahrgastinformationen wider, was Zugangshemmnisse zum ÖPNV abbaue. Der Freistaat übernehme fast 90 Prozent der Kosten für die Studie, an der auch Stadt und Kreis Regensburg teilnehmen.

Die Studie soll noch in diesem Jahr in Auftrag gegeben werden, mit Ergebnissen sei aber erst 2024 zu rechnen. In der Untersuchung sollen die verschiedenen Voraussetzungen der einzelnen Landkreise und Städte berücksichtigt werden. Wenn die Studie ergibt, dass ein Verbundbeitritt sinnvoll ist, können sich die Kommunen für den Beitritt entscheiden, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Freistaat würde dann weiteres Geld bereitstellen.

Die Landräte und Oberbürgermeister sind sich demnach einig, dass Verkehrsverbünde einen wichtigen Beitrag zur interkommunalen Zusammenarbeit der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern leisten und der notwendige Schritt für einen bayernweit einheitlichen Tarif sind. Die RVV-Erweiterung sei "zukunftsweisen für den ÖPNV", heißt es weiter.

„Mit Hilfe der Studienergebnisse können die Kommunen eine fundierte Entscheidung über ihren Beitritt treffen“, so Verkehrsministerin Schreyer. Ein Jahr nach Einführung der neuen Förderung für Verbundintegrationen sei schon ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte, die derzeit noch nicht Teil eines leistungsfähigen Verbunds sind, auf dem Weg dorthin. Der Kreis Tirschenreuth etwa prüft seit Juli 2019 einen Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

Tirschenreuth prüft den Beitritt zum Nürnberger Verkehrsverbund

Tirschenreuth
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.