Bahnmitarbeiter stirbt bei schwerem Zugunfall zwischen Regensburg und Nürnberg

Parsberg
17.01.2023 - 07:18 Uhr

Auf der Zugstrecke zwischen Regensburg und Nürnberg ist am Montagnachmittag ein Unfall passiert. Dabei kam ein Bauarbeiter an der Strecke ums Leben, ein weiterer ist schwer verletzt. Die Bahnstrecke blieb bis in die Nacht hinein gesperrt.

Ein Regionalzug der Deutschen Bahn fährt durch einen Bahnhof.

Von Wolfgang Würth und Florian Bindl

Auf der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Nürnberg ist es am Montag kurz nach 17 Uhr zu einem tödlichen Unglücksfall gekommen. Nach Informationen des Polizeipräsidiums Oberpfalz ist dabei in der Nähe von Parsberg ein Bahnmitarbeiter tödlich verletzt worden. Ein weiterer Mann erlitt demnach schwere Verletzungen. Er kam mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus.

Bei dem getöteten Arbeiter handelt es sich Polizeiangaben zufolge um einen 38-Jährigen. Der verletzte Arbeiter, ein 53-Jähriger, wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. "Er ist schwer verletzt, mit einem Ableben ist aber nicht zu rechnen", teilte das Polizeipräsidium im Laufe der Nacht mit.

Der Unfall soll sich gegen 17.05 Uhr bei Streckenkilometer 38 etwa zwei Kilometer nach dem Bahnhof Parsberg in Richtung Nürnberg ereignet haben. Bei den beiden vom Zug erfassten Männer handle es sich um polnische Bahnarbeiter, die entlang der Gleise unterwegs waren. Insgesamt soll die Gruppe aus sieben Männern bestanden haben, laut Polizei führten sie "Schnittarbeiten im angrenzenden Grünstreifen" aus.

Weshalb die Verunglückten trotz des sich nähernden Zuges den Gefahrenbereich nicht verlassen haben, ist unklar. Dies sei nun Gegenstand der Ermittlungen, die die Kriminalpolizei Regensburg übernommen hat. Ein Arbeiter verstarb noch an der Unfallstelle, der zweite wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen durch einen Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Bahnreisende auf dem vielbefahrenen Abschnitt mussten sich am Abend auf Verzögerungen und Beeinträchtigungen einstellen. Konkret betroffen war der Abschnitt zwischen Parsberg und Seubersdorf in beide Richtungen. Züge wurden umgeleitet. Fahrgäste zwischen Nürnberg und Landshut mussten demnach von Regensburg aus über Schwandorf und weiter über Amberg Richtung Nürnberg ausweichen. Nach Abschluss der Ermittlungen vor Ort, zu denen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Unfallsachverständiger beigezogen wurde, konnte die Bahnstrecke gegen 1.45 Uhr wieder freigegeben werden, berichtet die Polizei.

 
 

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