23.07.2018 - 17:09 Uhr
PfreimdDeutschland & Welt

Schwerer Unfall auf A 93

Auf der Autobahn A 93 ist bei der Ausfahrt Pfreimd ein schwerer Unfall geschehen. Ein Rettungshubschrauber muss landen.

Der Sicherungsanhänger der Autobahnmeistere hat nur noch Schrottwert. Auch der vorgespannte Lastwagen wurde stark beschädigt. Dem Fahrer passierte nach ersten Erkenntnissen nichts.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

In Fahrtrichtung Weiden hat sich laut Polizei am Montag gegen 11.30 Uhr ein Verkehrsunfall ereignet. Eine Person ist eingeklemmt. Die Autobahn war für die Bergung in beide Richtungen komplett gesperrt, es bildeten sich Staus. Seit etwa 13.30 Uhr laufe der Verkehr Richtung Süden wieder, meldet uns ein Leser.

Ein junger Lkw-Fahrer, dessen Zugmaschine ein tschechisches Kennzeichen trägt, ist am Montag auf der Autobahn A93 in nördlicher Richtung unterwegs. Auf Höhe der Stadt Pfreimd (Landkreis Schwandorf) steht ein Sicherungsanhänger der Autobahnmeisterei Schwandorf auf der rechten Fahrspur. Hundert Meter hinter dem Hänger sind Männer der Autobahnmeisterei damit beschäftigt, die hohe Autobahnböschung von wild wachsenden Büschen zu befreien.

Der Fahrer, ein 25-jähriger aus Tschechien, hat den Sicherungsanhänger wohl zu spät bemerkt. Er legt sofort eine Vollbremsung hin, wovon lange Bremsspuren auf der rechten Fahrbahn zeugen. Doch es nutzt nichts, der Lastwagen kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. So kracht der Tscheche in die rechte Seite des Hängers, schrammt auf der Standspur an dem Fahrzeug der Autobahnmeisterei vorbei und droht, auch das Mähfahrzeug zu rammen. Doch der schwer beschädigte, ausländische Laster zieht im letzten Moment nach links und kommt auf der Überholspur zu stehen.

Der Unfall trug sich gegen 11.30 Uhr zu und sofort bildete sich ein viele Kilometer langer Rückstau, der den Verkehr auf der Autobahn nach Norden umgehend zum Erliegen brachte. Vorsichtshalber wurde auch die Fahrtrichtung Regensburg gesperrt, so dass die Retter auf beiden Seiten mit ihren Fahrzeugen anfahren konnten. Auch auf der Autobahn A 6 kam es zu verkehrssichernden Maßnahmen, die die Feuerwehr von Schmidgaden übernahm.

An der Unfallstelle selbst fanden sich Polizisten der Schwandorfer Autobahnpolizei ein, Männer vom Nabburger THW, das Rote Kreuz und die Feuerwehren von Nabburg, Pfreimd, Wernberg und Oberköblitz. Die Einsatzleitung hatte der Pfreimder Feuerwehr-Kommandant Stefan Dirschwigl.

Wie sich zeigte, war dem Mann der Autobahnmeisterei im Führerhaus vor dem Sicherungsanhänger nichts passiert. Er rette sich mit einem Sprung aus der Kabine. Weitaus schlimmer traf es den 25-jährigen Tschechen. Durch den Aufprall auf den Hänger wurde er in seiner eigenen Fahrerkabine eingeklemmt und sehr schwer verletzt.

Jan Löser, ein 43-jähriger Lkw-Fahrer, der mit seinem Brummi auf dem Weg nach Weiherhammer war, bemerkte den schweren Unfall und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Dann kümmerte er sich zusammen mit der Weidener Krankenschwester Sandra Schiffl (30) und deren Mann Stefan, einem Polizisten, um das bewusstlose Opfer, das sie allerdings nicht aus der Kabine befreien konnten.

Der Tscheche wurde schließlich von der Feuerwehr aus dem Lastwagen geborgen und vom Notarzt versorgt. Zwischenzeitlich war ein Rettungshubschrauber auf der A 93 gelandet, der den schwer Verletzten kurz nach 12 Uhr übernahm und ins Krankenhaus flog. Ärzte stuften die Verletzungen als "akut lebensbedrohlich" ein.

Der Schaden an den beiden beteiligten Lastwagen und dem Anhänger geht vermutlich in einen Bereich von bis zu 200 000 Euro. Ein Gutachter wurde angefordert. Die Autobahn war bis 17 Uhr gesperrt, was in den angrenzenden Städten Nabburg und Pfreimd zu einer extremen Belastung durch Umleitungsverkehr führte.

Komplett zerstört wurde das Führerhaus dieses tschechischen Lkw, der am Montag gegen 11.30 Uhr in einen Sicherungsanhänger der Autobahnmeisterei gekracht war. Der junge Fahrer wurde dabei schwer verletzt.

Krankenschwester Sandra Schiffl aus Weiden leistete beherzt Erste Hilfe am Schwerverletzten.

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