Regensburg
01.02.2022 - 17:53 Uhr

26-Jähriger bei Corona-Demo in Regensburg schwer verletzt

Proteste gegen die Corona-Maßnahmen sind am Montagabend in Regensburg von Zwischenfällen überschattet worden. Ein Mann wurde schwer verletzt, ein Polizist attackiert. Die Polizei setzt eine Ermittlungsgruppe ein und sucht Zeugen.

Am Montagabend wurde ein 26-Jähriger Mann an Rande der Proteste gegen die Coronamaßnahmen schwer verletzt. Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Am Montagabend wurde ein 26-Jähriger Mann an Rande der Proteste gegen die Coronamaßnahmen schwer verletzt.

Laut Polizeipräsidium Oberpfalz kam es am Montag gegen 19.30 Uhr in der Badstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Auf dem Eisernen Steg sprühte laut ersten Erkenntnissen der Polizei zunächst eine Frau mit Reizgas; dabei wurden mehrere Personen verletzt. Drei von ihnen mussten wegen Atembeschwerden und Reizungen ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt noch nach dem Beweggrund der Frau und den genauen Umständen.

Wenig später kam es, ebenfalls auf der Brücke, zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen einem 26-jährigen Regensburger und zwei Unbekannten, dabei erlitt der 26-Jährige schwere Kopfverletzungen, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Wie die Polizei mitteilt, ist sein Zustand ist stabil, er wurde inzwischen zum Tatgeschehen befragt. Bei den Angreifern soll es sich um zwei schwarz gekleidete und vermummte Personen gehandelt haben, eine von ihnen war rund 170 cm groß. Beide seien nach dem Angriff über die Badstraße in Richtung Schopperplatz geflüchtet.

Ermittlungsgruppe gegründet

Die Kripo Regensburg hat in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen jeweils wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung übernommen, sie gründete eine Ermittlungsgruppe „Bad“. Derzeitige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass zumindest ein Teil der beteiligten Personen vorher an Versammlungen in der Innenstadt teilgenommen hat.

Frau tritt Polizisten

Bereits gegen 18 Uhr war es im Bereich des Domplatzes zu einer Ansammlung von über 500 Menschen gekommen, die gegen die Coronamaßnahmen protestierten. Wie die Polizei mitteilt, ignorierte ein Großteil der Teilnehmer trotz mehrmaliger Lautsprecherdurchsagen die Maskenpflicht. Die Versammlung wurde deshalb aufgelöst.

Gegen 19.15 Uhr wurde eine 23-jährige Frau wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Kontaktbeschränkungen in der Glockengasse einer Kontrolle unterzogen – sie wehrte sich aber mit Schlägen und Tritten gegen diese Kontrolle. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

Oberpfalz25.05.2022
 
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