06.02.2019 - 12:22 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Abgeordneter der Freien Wähler fordert: Stromtrasse beerdigen

Der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt spricht in der Diskussion um die Stromtrassen Klartext - und kritisiert den Neustädter Landrat Andreas Meier (CSU).

Tobias Gotthardt.
von Frank Werner Kontakt Profil

Ein "Ende der Scheinheiligkeit" in der Stromtrassendebatte fordert der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt (Freie Wähler). Er reagiert damit laut Mitteilung vom Mittwoch auf den "aufgeregten Seitenwechsel einiger Kommunalpolitiker" nach Bekanntgabe der Leerrohr-Entscheidung durch Tennet. Gotthardt nimmt dem Neustädter Landrat Andreas Meier (CSU) ins Visier: "Interessant, diese plötzliche, persönliche Energiewende des Landrats - vom strompolitischen Saulus zum Paulus." Eine Trasse mache "entweder Sinn - oder sie macht keinen. Eine Trasse zerstört entweder Heimat - oder nicht". Zehn Meter mehr Trassenbreite seien da "bei weitem nicht das Kernproblem". Kritik übt Gotthardt auch am "Ablenkungsmanöver Autobahntrasse": Wer sich in die Materie eingearbeitet habe, wisse "dass ein Erdkabel entlang der Autobahn allein aufgrund der Bebauung schwierig ist - außer man legt es direkt unter die Autobahn". Gotthardts Forderung an die Bundespolitik: "Planungsfehler eingestehen, Trasse beerdigen - und die Milliarden in dezentrale Energiewende stecken. Wir wären auf einen Schlag viele Probleme los."

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Neustadt an der Waldnaab
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