13.01.2019 - 11:13 Uhr
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Ausnahmejahr auf dem Campus

Neujahrsempfang: Meilensteine und Weichenstellungen an der Uni Regensburg

Uni-Präsident Udo Hebel beim Neujahrsempfang der Universität Regensburg.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Es ist bereits eine kleine Tradition: Im Januar lädt Uni-Präsident Udo Hebel Professoren, Privatdozenten, Emeriti und universitäre Gremienvertreter zu einem Neujahrsempfang ein. Im Foyer des Chemie-Gebäudes hielt Hebel am Donnerstagabend Rückschau auf ein außergewöhnliches Jahr 2018 und stimmte die Anwesenden auf Neuerungen auf dem Campus ein.

„2018 war ein besonders gutes Jahr“, betonte der Präsident. Die überragende Nachricht sei gewesen, dass nach 20 Jahren der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis wieder nach Regensburg geht. Professor Rupert Huber, Physiker an der Universität Regensburg, wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für seine herausragenden experimentelle Arbeiten im Grenzbereich zwischen Optik und Elektronik ausgezeichnet.

Als Meilenstein bezeichnete Hebel die Entscheidung über die 40-Millionen-Euro-Förderung für den Forschungsbau „Regensburg Center for Ultrafast Nanoscopy“ (RUN). Mit dem „RUN“ sei der Universität Regensburg der erste Forschungsbau überhaupt vom Wissenschaftsrat genehmigt worden. Der Erfolg demonstriere die internationale Spitzenposition der hiesigen Wissenschaftler. Das neue interdisziplinäre Zentrum für höchstauflösende und ultraschnelle Mikroskopie soll bis 2023 auf dem südlichen Campus entstehen.

„2018 hat das Potenzial der Uni unterstrichen“, sagte Hebel. Im neuen Jahr sei es nun das Ziel, für dieses Potenzial die vielversprechendsten Zukunftsperspektiven zu finden. Hebel sprach von Weichenstellungen und der Einleitung von zukunftsorientierten Prozessen. Als ein wesentliches Ziel nannte er die Schaffung einer eigenen Fakultät für Informatik. Damit werde ein historisches Defizit korrigiert. Das Fehlen einer Informatik-Fakultät habe sich unter anderem als ungünstig im Wettbewerb um Forschungsmittel erwiesen. Die Einführung müsse „besonnen, aber zeitnah“ erfolgen.

Gleichzeitig stehe die Erarbeitung eines neuen Hochschulentwicklungsplans an. Dabei werde es auch darum gehen, die bestehenden elf Fakultäten neu zu ordnen. „Wir müssen die bestmöglichen Organisationsformen finden“, sagte der Präsident. Dabei gehe es vor allem um die künftigen Forscher und Studenten. Bis 2030 müssten mehr als 40 Prozent der Lehrstühle allein wegen Professoren, die sich in den Ruhestand verabschieden, neu besetzt werden

Wichtig war es Hebel, zu betonen, dass die Uni und die Wissenschaft ihre humanistischen und toleranten Werte „mehr denn je“ einem dumpfen Rechtspopulismus entgegenzusetzen müssten. An der Uni würden 25 000 Menschen aus 100 Ländern zusammenarbeiten.

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