25.04.2019 - 17:53 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Bischof, Seelsorger, Reformer und "Lichtgestalt"

Neu in der Reihe "Kleine bayerische Biografien": Buch über den Oberpfälzer Bischof Georg Michael Wittmann

von Susanne WolkeProfil

Bischof Georg Michael Wittmann genießt in der Oberpfalz große Popularität. Und nicht nur dort. Jener Bischof, der 1833 in Regensburg starb, hatte schon damals den Ruf der Heiligkeit. "Er war fromm, weltoffen und den Menschen zugewandt", sagt Martin Lohmann.

Und er weiß, wovon er spricht. Die Auseinandersetzung mit Leben und Wirken Georg Michael Wittmanns hat Lohmanns Arbeit der letzten neun Monate bestimmt. Lohmann, seines Zeichens Theologe, Historiker und Journalist, hat dem berühmten Geistlichen ein ganzes Buch gewidmet. "Georg Michael Wittmann. Bischof, Seelsorger und Reformer" lautet der Titel des Bandes.

Noch heute sei Wittmann, dessen Seligsprechungsverfahren in Rom anhängig ist, für viele Suchende eine Persönlichkeit, die Mut, Hoffnung und Weitblick für einen stark machenden Glauben aufzeigen könnte, so Lohmann. "Georg Michael Wittmann (1760 - 1833) war eine außergewöhnliche Gestalt, die in Zeiten weltlicher und auch kirchlicher Irritation Orientierung vermitteln konnte und der Kirche ein glaubwürdiges Gesicht gab."

Der Verlag Friedrich Pustet hat das rund 150 Seiten umfassende Taschenbuch in seiner Reihe "Kleine bayerische Biografien" herausgegeben - und zur Feier der Veröffentlichung an den derzeitigen Bischof Rudolf Voderholzer überreicht. "Was hätte er als Regensburger Diözesanbischof noch alles an Gutem für die Kirche bewirken können", heißt es vonseiten des Verlags Friedrich Pustet über Wittmann. Dort sieht man den ehemaligen Regensburger Bischof, der 1760 auf dem Finkenhammer bei Pleystein in der Oberpfalz geboren wurde und 1833 in Regensburg starb, als "Lichtgestalt für die Kirche von heute". Die neu erschienene Biografie vermag dies zu belegen. In dem Buch geht es nicht nur um die Herkunft und den Werdegang des aus einer kinderreichen und frommen Familie stammenden Wittmann. Einzelne Kapitel widmen sich besonderen Leistungen des Bischofs - etwa im Bereich der Mädchenbildung. "Gerade im Blick auf die Ausbildung und Erziehung junger Mädchen war er schon so etwas wie revolutionär", heißt es in dem Buch - dabei aber nicht umstürzlerisch sondern "stets aufbauend".

"Der Mann ist der Hammer, der kommt nicht nur aus Finkenhammer", resümierte Martin Lohmann bei der Buchvorstellung. Dass Georg Michael Wittmann, auf dessen Grab im Regensburger Dom noch heute stets frische Blumen liegen, nach wie vor verehrt wird - und zwar weit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus -, registrieren seine Anhänger mit Wohlwollen. "Wir teilen in Regensburg gerne alle unsere Schätze mit der Kirche in Deutschland und der Welt", verkündete Bischof Voderholzer. Die Biografie des Seelsorgers dürfte dabei gute Dienste leisten.

"Georg Michael Wittmann. Bischof, Seelsorger und Reformer" ist im Verlag Friedrich Pustet erschienen und kostet 12,95 Euro.

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