13.06.2018 - 08:45 Uhr
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Busfahrer streiken

Verdi legt Regensburg und den Kreis Amberg-Sulzbach lahm. Die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs streiken, um mehr Druck auf die Tarifverhandlungen aufzubauen. Der Streik soll am frühen Vormittag enden.

Symbolbild
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

In den seit Mai laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) baut Verdi Druck auf. „Am kommenden Mittwoch beginnen die ersten Warnstreiks“, kündigte Verhandlungsführer Norbert Flach von Verdi Bayern an. Zum Auftakt streiken die Beschäftigten in Augsburg und Regensburg am Mittwoch, 13. Juni, für vier Stunden, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Der Streik soll mit Betriebsbeginn starten und am frühen Vormittag enden. Auch im Kreis Amberg-Sulzbach streiken die Busfahrer der bahneigenen Busgesellschaft Regionalbus Ostbayern (RBO), wie die Deutsche Bahn mitteilt. Von 4.30 bis 9 Uhr können Linien - und Schulbusse ausfallen.

Grund für die Streiks sei die Blockadehaltung der Arbeitgeber, die lediglich den Abschluss des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst übertragen wollen, so Flach. „Die Arbeitgeber sind dabei, die historische Chance für die Stärkung des Nahverkehrs zu verschlafen“, kritisierte Flach. Der altersbedingte Umbruch im Nahverkehr sei in vollem Gange und es gebe schon jetzt Schwierigkeiten, gutes und qualifiziertes Personal zu halten oder zu bekommen.

„Der ausschließliche Blick auf die Seite der Kostenbelastung ist wahrlich kein Schritt in die Zukunft. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber deckt soeben die aktuelle Inflationsrate in Bayern ab“, sagte Kai Winkler, Leiter des Fachbereichs Verkehr bei Verdi Bayern.

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