Die Donau wird zu heiß: Regierung ruft neue Warnstufe aus

Regensburg
04.08.2022 - 11:35 Uhr

Die Hitze macht der Oberpfälzer Natur weiter zu schaffen – nun steigen die Temperaturen in der Donau in gefährliche Regionen. Die Regierung der Oberpfalz greift nun zu drastischen Mitteln und fordert zum Handeln auf.

Kies liegt am Ufer der Niedrigwasser führenden Donau. Die Hitze macht dem Fluss zu schaffen.

Die Donau wird zu heiß. Und deswegen greift die Regierung der Oberpfalz jetzt zu drastischen Mitteln. Auf der Grundlage des „Alarmplan bayerische Donau Gewässerökologie“ wird von der Regierung nämlich die Warnstufe "Warnung" für den Meldebereich 3, von Regensburg bis Passau ausgesprochen. Grund für die Warnung ist die derzeit anhaltende warme und trockene Wetterlage, die auch die gewässerökologischen Verhältnisse in der Donau beeinflusst. "Die automatische Messstelle Pfelling bei Deggendorf weist seit über sieben Tagen in der Tagespitze eine Wassertemperatur von über 25 Grad auf. Aufgrund der Wetterlage und der prognostizierten Hitze-Tage ist mit einem Anstieg deutlich über 26,5 Grad zu rechnen. Zudem erhöht sich durch den prognostizierten Wetterumschwung die Wahrscheinlichkeit, dass die Sauerstoffverfügbarkeit in den nächsten Tagen in den frühen Morgenstunden unter 6 mg/l fällt", teilt die Regierung offiziell mit.

Ziel der Warnung sei es, mit vorsorgenden Maßnahmen die Belastungen der Gewässerorganismen in der Donau so gering wie möglich zu halten. "Das bedeutet, dass die zuständigen Wasserwirtschaftsämter und Kreisverwaltungsbehörden Maßnahmen umsetzen." Es gehe hier um die Verbesserung des Sauerstoff- und Temperaturregimes sowie um die Unterbindung von Aktivitäten, die zu einer weiteren Verschlechterung des Sauerstoffgehalts durch erhöhte Sauerstoffzehrung oder zu einer Verschlechterung des Temperaturregimes durch erhöhte Wärmeeinleitung führen." Hierzu gehören laut Angaben der Regierung der Oberpfalz unter anderem:

  • Fachliche Beratungen der Unternehmensträger und gegebenenfalls Aufforderung zur freiwilligen Umsetzung gewässerökologisch verbessernder Maßnahmen
  • Gegebenenfalls Anordnungen zur Emissionsreduzierung
  • Gegebenenfalls Ablehnung von Anträgen für Maßnahmen, welche die gewässerökologische Situation verschlechtern können
  • Unterbunden werden sollen auch gegebenenfalls Aktivitäten, die zu einer weiteren Verschlechterung der Gewässerökologie führen können, wie Schlammräumungen und Baggerarbeiten in der Donau, Außerbetriebnahme von Abwasserreinigungsanlagen zu Sanierungszwecken und Einstellung der Phosphatfällung auf Kläranlagen zu Sanierungszwecken

Bayern ächzt unter tagelanger Hitze

München03.08.2022
 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.