05.02.2019 - 13:48 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Duo attackiert vier Personen in Regensburg

Zwei alkoholisierte junge Männer haben am Montagabend im Umfeld des Regensburger Hauptbahnhofs vier Menschen attackiert. Die Polizei nahm die 18 und 19 Jahre alten Männer fest und bittet um Zeugenhinweise.

Symbolbild
von Julian Trager Kontakt Profil

Vier Menschen sind am Montagabend in Regensburg von zwei jungen Männern angegriffen worden, teilt die Polizei Oberpfalz mit. Die Tatverdächtigen, 18 und 19 Jahre alt und beide betrunken, wurden noch am Abend von der Polizei festgenommen. Begonnen hatte die "Tour" Richtung Regensburger Bahnhof gegen 19.50 Uhr auf dem Vorplatz eines Einkaufszentrums in der Friedenstraße, die zwei Männer attackierten einen 53-jährigen Passanten, der sich dadurch leichte Verletzungen zuzog. Die Angreifer flüchteten. Eine halbe Stunde später pöbelten ersten Ermittlungen zufolge dieselben Männer am Busbahnhof in der Albertstraße einen 75-Jährigen an, der dadurch stürzte und laut Polizei eine Fraktur erlitt. Der Senior musste ins Krankenhaus gebracht werden. Ein 25-Jähriger, der dem Mann half, wurde von den Angreifern geschlagen, er verletzte sich leicht. Wenige Minuten später griffen die zwei Männer, die im Landkreis Regensburg wohnen, einen 49-Jährigen am Bahnhofsvorplatz an - das Opfer musste anschließend ambulant ärztlich versorgt werden.

Knapp eine Stunde nach dem ersten Angriff nahm die Polizei die zwei Männer, beide haben die afghanische Staatsangehörigkeit, am Bahnhof fest. Die Kripo Regensburg ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Ermittlungsrichter schickte die Tatverdächtigen wegen Verdachts der vierfachen Körperverletzung in Untersuchungshaft. Am Dienstagabend erging gegen beide Haftbefehl, die Männer sitzen in Justizvollzugsanstalten.

Wie die Polizei weiter schreibt, wird auch der ausländerrechtiche Status der Männer geklärt.

Der Fall erinnert an die Prügelattacke von Amberg. Ende Dezember 2018 gingen vier betrunkene jugendliche Asylbewerber grundlos auf Passanten los. Der Fall löste eine bundesweite Debatte über Flüchtlingsgewalt aus.

Im jetzigen Fall bittet die Polizei Zeugen um Hinweise, und mögliche weitere Geschädigte um Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0941/506-2888 oder persönlich bei jeder anderen Dienstelle.

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