10.09.2020 - 17:26 Uhr
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Michael Buschheuer: "Moria sofort evakuieren"

Der Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer appelliert an die Politik, den Menschen auf der griechischen Insel Lesbos zu helfen. Der Regensburger Verein hat derweil eine Spendenaktion gestartet.

Michael Buschheuer, Gründer der Organisation Sea-Eye, steht vor dem Rettungsschiff «Sea-Eye».
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Nach den Bränden im Lager Moria auf Lesbos fordert Michael Buschheuer die Politik zum Handeln auf. "Spätestens jetzt muss Innenminister Horst Seehofer seine Blockadehaltung aufgeben. Die Menschen müssen sofort evakuiert werden", erklärte der Regensburger Gründer der beiden Hilfsorganisation Sea-Eye und Space-Eye in einer ersten Stellungnahme. Die europäischen Staaten dürften sich "nicht weiter aus ihrer humanitären Verantwortung stehlen, indem sie sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben". Buschheuer wies darauf hin, dass zahlreiche deutsche Städte – darunter auch Regensburg – sich bereit erklärt haben, Flüchtende aus den griechischen Lagern aufzunehmen. Bislang sei dies aber am Widerstand des Bundesinnenministers gescheitert. Der Verein Sea-Eye will bis Sonntag 1000 Schlafsäcke und 1000 Hygienepacks sammeln und auf den Weg nach Lesbos bringen. Vor Ort werden Mitarbeitern von Hilfsorganisationen die Hilfsgüter gerecht an die Bedürftigen weitergegeben. Darüber hinaus sammelt Space-Eye Geldspenden, um vor Ort Hilfsgüter zu kaufen. Schon nach wenigen Stunden gingen nach Angaben des Vereins rund 15.000 Euro ein.

Weitere Informationen zu Sea-Eye und Spendenmöglichkeiten

Michael Buschheuer ist bereit, eine Person bei sich aufzunehmen

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