15.01.2020 - 18:34 Uhr
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Neue Studienplätze für Regensburg

Gute Nachrichten für die Regensburger Hochschulen: In der Domstadt werden neue Studienplätze und Professuren im Bereich Informatik entstehen. Darüber freut sich auch die Wirtschaft.

Ein fast voll besetzter Audimax der Uni Regensburg.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

„In Regensburg werden insgesamt 658 neue Studienplätze im Bereich Informatik entstehen“, teilten die beiden Regensburger CSU-Landtagsabgeordneten Franz Rieger und Sylvia Stierstorfer am Mittwoch von der Klausurtagung ihrer Partei in Seeon aus mit. 388 neue Studienplätze würden an der Uni Regensburg eingerichtet und 270 an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg. „Wir freuen uns sehr, dass damit die Universität und die OTH Regensburg stark von der Hightech-Agenda der Bayerischen Staatsregierung profitieren“, erklärten die Abgeordneten.

„Das ist eine tolle Nachricht und wichtige Stärkung für den Wissenschaftsstandort Regensburg.“ Noch im vergangenen Herbst hatten örtliche Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft enttäuscht darauf reagiert, dass Regensburg bei der Verteilung von KI-Lehrstühlen und Professuren der Staatsregierung nicht berücksichtigt worden war.

An der Uni Regensburg konnte man die genaue Zahl der Studienplätze, die in die Domstadt neu geschaffen werden sollen, am Mittwoch noch nicht bestätigen. Die Staatsregierung habe in einer Mitteilung an die Universität keine Zahlen genannt, sagte Jan Kleine, Referent des Uni-Präsidenten Udo Hebel, auf Nachfrage. Bestätigen konnte er, dass zwölf Professuren im Bereich Informatik und KI samt Ausstattung nach Regensburg gehen sollen. Derzeit laufen an der Universität Planungen für einen neuen Informatik-Lehrstuhl.

Bayernweit sollen in den nächsten drei Jahren 13 200 neue Studienplätze an allen Universitäten und Hochschulen entstehen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Seeon mit. Im Detail sieht das Konzept der Staatsregierung etwa 9200 Informatikstudienplätze und rund 4000 für andere Technikbereiche wie Luft- und Raumfahrt vor. „Ich möchte, dass wir ein Land der Forscher und Technologie nicht nur bleiben, sondern noch stärker werden“, betonte Söder.

Lob für den Ausbau der Informatik an den Regensburger Hochschulen kam aus der Wirtschaft. „Unsere Arbeitswelt wandelt sich auch aufgrund der Digitalisierung aktuell enorm. Unser Fachkräftemonitor zeigt, dass schon heute Fachkräfte in der Informations- und Kommunikationstechnik fehlen – Tendenz steigend“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Helmes. „Deshalb begrüßen wir die Bemühungen der Hochschulen, junge Menschen mit dem notwendigen Know-how in der Region auszubilden.“

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