11.06.2021 - 14:34 Uhr
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Nach Randale in Regenburg: Ein Mann angeklagt

Randale auf dem Neupfarrplatz in Regensburg haben für einen 19-Jährigen ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen versuchter Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte erhoben.

Randalierer hatten im Mai in Regensburg Flaschen auf Polizei und Fahrzeuge geworfen.
von Wiebke Elges Kontakt Profil

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Anklage gegen einen 19-jährigen Mann erhoben. Er hatte im Mai auf dem Regensburger Neupfarrplatz unter anderem Flachen auf Einsatzkräfte geworfen. Die Anklage lautet auf versuchte Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang auch gegen acht weitere Männer im Alter von 15 bis 19 Jahren wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung.

Ende Mai hatten rund 250 Personen auf dem Neupfarrplatz in Regensburg gefeiert. Die Polizei nahm die Stimmung laut Pressemitteilung als "teilweise sehr aggressiv" wahr. Aus der Gruppe wurden Flaschen auf Einsatzkräfte und Fahrzeuge geworfen. Teilweise solidarisierten sich Personen mit einzelnen Randalierern, die aus der Gruppe heraus agierten. Auch unbeteiligte Passanten waren in Gefahr. Nach derzeitigem Ermittlungsstand verletzten die Randalierer keine Personen. An einem Dienstauto sei allerdings ein Schaden entstanden.

Streifen kontrollieren in der Innenstadt

Die Polizei und die Stadt Regenburg wollen die aktuellen Streifen in der Stadt fortsetzen, um so die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Die Einsatzkräfte setzen dabei auf Gespräche, um Konflikte zu vermeiden. Sollte es in der Stadt zu größeren Ansammlungen kommen, sucht die Polizei auch hier das Gespräch, kann aber auch bestimmte Stadtgebiete kurzfristig sperren. Die Polizei bittet darum, stark besuchte Orte zu meiden und den Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten.

Anklage wegen Mordes

Regensburg
Info:

Priorisiertes Verfahren

In priorisierten Verfahren sollen Angriffe auf Angehörige von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei sowie Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte möglichst rasch und konsequent nach dem Ereignis juristisch geahndet werden. So soll eine abschreckende Wirkung erzeugt werden.

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