25.06.2021 - 16:13 Uhr
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Regensburgerin wird Opfer der Betrugsmasche „Love-Scamming“

Eine Regensburgerin wurde Opfer der Betrugsmasche "Love-Scamming". Der Betrüger erschlich sich über einen längeren Zeitraum die Liebe, das Vertrauen und letztendlich auch das Geld der Frau. Sie überwies ihm eine fünfstellige Summe.

 Eine Frau tippt auf einem Smartphone.
von Mareike Schwab Kontakt Profil

Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erschlich sich ein unbekannter Mann in betrügerischer Absicht das Vertrauen und die Liebe einer Frau aus Regensburg. Der Kontakt bestand laut Polizeibericht des Polizeipräsidium Oberpfalz lediglich über einen Messenger-Dienst. Die Frau überwies einen fünfstelligen Betrag. Der Betrüger forderte immer mehr Geld. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen zu diesem Fall übernommen.

Laut Josef Weindl, Polizeihauptkommissar im Polizeipräsidium Oberpfalz, ist Love- oder Romance-Scamming immer mit hohem emotionalen Stress für die Opfer Verbunden . In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind die Scammer auf der Suche nach potenziellen Opfern. "Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen", sagt Weindl. Denn die virtuellen Partner geben beispielsweise vor, bei einer Geschäftsreise in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. "Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner oder ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig", erklärt der Polizeihauptkommisar.

Ein Opfer dieser Betrugsmasche „Love-Scamming“ wurde nun eine 46-jährige Frau aus Regensburg. Bereits im März 2020 trat ein unbekannter Mann in das Leben der Frau. Über einen Messenger-Dienst nahm er Kontakt zu ihr auf und gab sich als amerikanischer Soldat aus. Infolge der vorgetäuschten Liebe überwies die Geschädigte immer wieder Geld an den Betrüger, insgesamt einen Betrag im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Im Verlauf ihrer virtuellen Beziehung übersandte die 46-Jährige auch Nacktbilder von sich. Der Betrüger erpresste die Frau nun auch sexuell, indem er drohte eben jene Nacktbilder zu veröffentlichen, es sei denn die Frau würde weiteres Geld überweisen. Am 24.06.2021, nachdem die Betrogene sich letztendlich eingestehen musste, dass der Mann lediglich in betrügerischer Absicht ihr Vertrauen und ihre Liebe erschlich, erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen zu diesem Fall übernommen.

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Tipp der Polizei:

So fallen Sie nicht auf die Betrugsmasche herein:

Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit.

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