Der Kapitän des Schiffes mit 135 Personen an Bord steuerte am Freitag gegen 22.20 Uhr das Schiff von Straubing kommend zur Anlegestelle Donaulände. Offensichtlich fuhr der 49-jährige Schiffsführer das Fahrgastkabinenschiff verbotswidrig rückwärts durch einen gesperrten Brückenbogen und kollidierte dabei aufgrund eines Fahrfehlers mit einem am rechten Ufer festliegenden Ponton.
Durch die Kollision wurde niemand verletzt. Betriebsstoffe gelangten nicht in die Donau. Am Kabinenschiff entstand ein rund 60 Zentimeter offener Riss im Schiffsrumpf. "Der als Bilgenentöler genutzte Ponton wurde auf einer Länge von etwa 100 cm aufgerissen und beschädigt", berichtet Polizeihauptkommissar Rainer Spangler. "Beide Schadstellen liegen deutlich über der Wasserlinie, so dass keine Gefahr des Sinkens bestand." Angaben zur Gesamtschadenshöhe können derzeit noch nicht gemacht werden, sie beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf mehrere zehntausend Euro.
Aus Sicherheitsgründen ordnete das Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Regensburg ein Verbot der Weiterfahrt an und beauftragte einen Sachverständigen mit der Begutachtung des Schadens am Fahrgastkabinenschiff. Nachdem der Sachverständige keine Sicherheitsmängel feststellte, konnte das Schiff am Samstagnachmittag die Fahrt fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen führt die Wasserschutzpolizeigruppe der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg.
Ein Bilgenentöler ist ein Schiff, das insbesondere in der Binnenschifffahrt Ölabfälle von Motorschiffen einsammelt und entsorgt.













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