01.06.2018 - 08:30 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Schwere Unwetterschäden in Regensburg und Kelheim

Besonders betroffen vom Unwetter rund um Regensburg waren Laaber und Painten. In Laaber stand der gesamte Marktplatz unter Wasser, in Painten waren um 3 Uhr nachts rund 150 Feuerwehrmänner im Einsatz.

In Painten konnten Sandsäcke nur teilweise schlimmeres verhindern.
von Alexander AuerProfil

Der Deutsche Wetterdienst warnte in Stadt und Landkreis Regensburg vor Unwettern der schwersten Stufe (4 von 4). Durch einen extremen Wolkenbruch kam es im Ortsbereich Laaber (Kreis Regensburg) zu teils extremen Wassermassen. Diese überfluteten unter anderem mehrere Straßen sowie den Ortskern bis zu einem halben Meter hoch. Mehrere Feuerwehren aus dem Umkreis unterstüzten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Laaber. Gemeinsam wurden Straßen von Schlamm und Geröll gereinigt, Gullis wieder freigeräumt und umgestürzte Bäume beseitigt. Während des Unwettern mussten die Feuerwehrkräfte die Ortsdurchfahrt Laaber komplett sperren. Auch in manche Geschäfte schwappte das Wasser noch leicht über. Ein Geschäftsführer schilderte, wie Autofahrer rücksichtslos mit hoher Geschwindigkeit durch die überfluteten Straßen gefahren sind, und so durch die entstandenen Wellen noch mehr Schaden im Geschäft erzeugt hatten. Ein anderer Anwohner schildert, wie es minutenlang aus Eimern geschüttet habe: "Ich dachte, der Weltuntergang käme." Im Stadtgebiet Regensburg mussten Feuerwehrleute Regenwasser aus dem Tunnel der Autobahn 93 im Ortsteil Prüfening pumpen.

Bildergalerie zum Unwetter im Kreis Regensburg und Kelheim

Einsatz bis in die frühen Morgenstunden

Nicht nur der Landkreis Regensburg hat mit extremen Wassermassen zu kämpfen. Noch schlimmer traf es den Landkreis Kelheim. Während einige Einsatzkräfte in Painten noch mit Sandsäcken, Gabelstaplern und enormer Mannstärke gegen die Wassermassen ankämpfen konnten, kam im Nachbarort Maierhofen jegliche Hilfe zu spät. Anwohner musste mit zusehen, wie sich ihre Keller innerhalb von wenigen Minuten mit Dreckwasser füllten. Teilweise bis zu zwei Meter hoch standen die Keller voll mit Wasser. Gefrierschränke, Waschmaschinen oder Vorrautsräume wurden durch das Wasser zerstört.

In zwei der überfluteten Gebäuden wurde auch die Ölheizung, bzw. derren Tanks, in Mitleidenschaft gezogen. Hier musste eine Spezialfirma anrücken, um das Öl-Verseuchte Wasser abpumpen zu können. Eines der Häuser wurde so dermaßen vom Wasser umspühlt, dass sich die Terrasse aktuell in Einsatzgefahr befindet. Auch einige Bäume konnten den Wassermassen und dem aufgeweichten Boden nicht stand halten und vielen um. Alleine in Maierhofen waren um 3 Uhr nachts noch rund 150 Feuerwehrkräfte mit unzähligen Pumpen und Schläuchen im Einsatz. Mehr als 25 Keller mussten ausgepumpt werden.

Auch in Painten konnten die Sandsäcke nicht überall rechtzeitig in Stellung gebracht werden. Hier mussten mehrere Keller ausgepumpt werden, sowie Fahrbahnen vom Schutt und Schlamm befreit werden. Die Feuerwehrmänner waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Am Freitagmorgen soll das Unwetter in abgeschwächter Form noch andauern.

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