Regensburg
16.03.2022 - 12:47 Uhr

Zöllner beschlagnahmen fünf geschmuggelte Giftschlangen

Eine Routinekontrolle entpuppt sich für Beamte des Hauptzollamtes Regensburg als gefährlicher Einsatz. Dank der nötigen Umsicht geht es für Zöllner und Schlangen gut aus.

Eine der giftigen Brillenschlange in der Transportkiste aus Plastik, die vom Zoll bei Regensburg beschlagnahmt wurden. Bild: Hauptzollamt Regensburg
Eine der giftigen Brillenschlange in der Transportkiste aus Plastik, die vom Zoll bei Regensburg beschlagnahmt wurden.

Bei einer Kontrolle auf einem Autobahnparkplatz bei Regensburg haben Beamte des Hauptzollamtes Regensburg den Schmuggel von nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützten Tieren unterbunden. Als die Zöllnerinnen und Zöllner einen aus Fahrtrichtung Passau kommenden Wagen überprüften, gaben die Insassen an, keinerlei verbotene Gegenstände dabei zu haben.

Allerdings fanden die Beamtinnen und Beamten bei der Kontrolle im Kofferraum des Fahrzeugs am Montag eine Styropor-Kiste mit einer toten Schlange, teilte der Zoll am Mittwoch mit. Auf Nachfrage hätten demnach die zwei Reisenden erklärt, dass es sich bei dem toten Tier um eine Python handeln würde und dass sich im Fahrzeug noch fünf weitere Schlangen befinden würden. Entsprechend vorsichtig waren die Zöllner bei der weiteren Durchsuchung.

Auf dem Rücksitz des Fahrzeugs stand eine Plastikkiste, darin fünf giftige Kobras, sogenannte Naja Naja oder Brillenschlangen. Die Tiere werden häufig von indischen Schlangenbeschwörer eingesetzt, sieh stehen aber weltweit unter Artenschutz. Laut Zoll ist der Handel mit diesen Tieren und Produkten daraus verboten.

Laut Zoll seien die Kobras für den Verkauf bestimmt gewesen. Als Begleitpapiere hätten die beiden Fahrzeuginsassen "lediglich handschriftliche Aufzeichnungen" dabeigehabt. Der Zollinformierte die untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Regensburg, die das Verfahren übernommen hat. Die tote Python sollte an die Kobras verfüttert werden.

 
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