12.06.2018 - 08:10 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Zwölf Einsätze in einer Nacht - Schwierige Rettungsaktion bei Verkehrsunfall

Einen anstregenden Abend haben die Feuerwehrleute und Polizisten in Regensburg hinter sich. Am Montag, 11. Juni, mussten sie zu zwei Bränden, einem schweren Verkehrsunfall und mehreren Unwetterschäden ausrücken.

Eine Stunde dauerte die Rettungsaktion: Die Rettungskräfte mussten einen Autofahrer aufwändig aus dem Wrack befreien.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Am Montag um 21.05 Uhr alarmierte eine besorgte Anwohnerin in der Brunnhuberstraße die Integrierte Leitstelle Regensburg, weil es wohl nach einem vermutlichen Blitzeinschlag im Gebäude nach Rauch rieche. Ein Feuerwehrtrupp mit Atemschutz konnte den Schwelbrand im Dachstuhl zügig löschen. Die Feuerwehrleute mussten Dämmstoffe des Dachs beseitigen und ins Freie bringen, teilt die Polizei mit. Parallel zu den Löscharbeiten haben die Einsatzkräfte das Gebäude mit zwei Hochdrucklüftern entraucht. Vorsorglich kontrollierte die Feuerwehr auch zwei angrenzende Häuser. Am Einsatz waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst, 28 Kräfte des Löschzugs Altstadt und der Berufsfeuerwehr Regensburg beteiligt.

Gleich nachdem die Kräfte in der Brunnhuberstraße fertig waren, meldete die Integrierte Leitstelle einen schweren Verkehrsunfall auf dem Odessa-Ring. Umgehend fuhren die Kräfte hin. Weitere Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting und Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr waren ebenfalls beteiligt. Ein Auto ist aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Baum geprallt. Der Fahrer wurde dabei massiv im Bein und Beckenbereich eingeklemmt. In Absprache mit der Notärztin wurde der Patient versorgt und die technische Rettung eingeleitet. Wegen der starken Verformung musste das Dach entfernt und das Fahrzeug von drei Seiten mit Seilzügen, die an den Großfahrzeugen der Feuerwehr befestigt wurden, auseinander gezogen werden. Nach etwa 45 Minuten konnte der Mann aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden, schreibt die Polizei. Die Osttangente in Fahrtrichtung Eisstadion war für rund eineinhalb Stunden komplett gesperrt, anschließend wurde der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Der Autofahrer zog sich nach ersten Angaben schwere Verletzungen zu. An der Einsatzstelle waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst etwa 40 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting und der Berufsfeuerwehr Regensburg.

Fast zeitgleich zum Verkehrsunfall wurde ein Brand eines Papiercontainers auf einer Freifläche eines Discounters in der Kirchmeierstraße gemeldet. Zu dem Einsatz wurden Kräfte des Löschzuges Altstadt und der Feuerwehr Oberisling entsandt. Nach Eintreffen der Kräfte war die Lage komplizierter als vermutet, heißt es im Polizeibericht. Es brannte zwar ein großer Papiercontainer, aber nicht im Freien, sondern unter einem Vordach des Geschäfts. Die Einsatzkräfte forderten ein Trägerfahrzeug der Berufsfeuerwehr an, um den Container auf den Parkplatz zu ziehen, wo sie ihn dann ausräumten und löschten. Danach mussten sie einen Teil der Anlieferungszone entrauchen. Am Markt selbst entstand kein Sachschaden. Auf Grund der anfangs unübersichtlichen Lage wurde der Einsatzleitdienst der Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle nachgefordert. An der Einsatzstelle waren neben der Polizei etwa 44 Kräfte des Löschzug Altstadt, der Freiwilligen Feuerwehr Oberisling und der Berufsfeuerwehr.

Zusätzlich zu diesen Einsätzen wurden die genannte Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg, des Löschzugs Keilberg und der Berufsfeuerwehr Regensburg noch zu neun weiteren Unwettereinsätzen wie Wasserschäden und umgestürzten Bäumen gerufen. Zeitweise musste die Hauptfeuerwache von den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Harting besetz werden, die weitere Einsätze im Stadtgebiet abgedeckt hätten.

Aufwändig mussten die Rettungskräfte einen Autofahrer aus dem Wrack befreien.

Aufwändig mussten die Rettungskräfte einen Autofahrer aus dem Wrack befreien.

Aufwändige Rettungsaktion in Regensburg.

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