Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat ein umfangreiches Umbauprogramm angekündigt. Das Unternehmen, das neben dem Standort in Roding ein Werk in Regensburg betreibt, will sich damit für die drohende Krise in der Autoindustrie wappnen. Wie Continental nach einer Aufsichtsratssitzung in einer Pressmitteilung vermeldet, dürften bis 2023 weltweit rund 15.000 Stellen von den Veränderungen betroffen, 5000 davon in Deutschland. Bis 2029 seien es sogar 20.000 Jobs.
In Roding (derzeit rund 540 Arbeitsplätze) soll 2024 die Produktion und Entwicklung von hydraulischen Komponenten für Benzin- und Dieselmotoren eingestellt werden. Davon wären voraussichtlich rund 320 Arbeitsplätze in der Produktion betroffen. Für die weiteren rund 220 Arbeitsplätze ist ein Übergang in "funktionsnahe Aufgabenfelder" vorgesehen, heißt es weiter. Der Standort Regensburg ist bisher nicht betroffen. Der Umschwung zur Elektromobilität betreffe vor allem die deutschen Standorte Roding und Limbach-Oberfrohna.
Betriebsrat und IG Metall in Roding zeigten sich über die Nachricht entsetzt, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. "Eine Unverschämtheit und ganz schlechter Stil", sagte demnach Claudia Hecht, Rodinger Continental-Betriebsratvorsitzende. Die Gewerkschaft sei bereit, alles zu tun, um den Standort zu retten, so der BR.













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