Update 24.01.2026 - 13:38 Uhr

Scharfe Vorschriften sollen Elefantentreffen retten

Das Elefantentreffen im Bayerischen Wald soll für Motorradfahrer ein Vergnügen im Schnee sein. Die Veranstalter fürchten wegen lärmender Besucher um die Zukunft des Motorradfestivals.

Teilnehmer des Elefantentreffens in Thurmansbang im vergangenen Jahr. Das alljährliche Motorradfestival im Bayerischen Wald wird heuer zum 68. Mal stattfinden - unter scharfen Auflagen für die Besucher. (Archivbild) Bild: Armin Weigel/dpa
Teilnehmer des Elefantentreffens in Thurmansbang im vergangenen Jahr. Das alljährliche Motorradfestival im Bayerischen Wald wird heuer zum 68. Mal stattfinden - unter scharfen Auflagen für die Besucher. (Archivbild)

Nach Unfällen und Beschwerden im vergangenen Jahr will der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) sein bevorstehendes Elefantentreffen im Bayerischen Wald mit scharfen Vorschriften für die Teilnehmer retten. „Es gibt beim Elefantentreffen keinen rechtsfreien Raum“, warnt der Verband potenzielle Unruhestifter auf seiner Webseite. 

Die winterliche Veranstaltung in Thurmansbang nördlich von Passau gibt es seit bald siebzig Jahren, sie zieht alljährlich mehrere tausend Motorradfahrer an. 

Die Unruhe auf dem Gelände habe in den vergangenen Jahren wieder stetig zugenommen und 2025 ein „nicht mehr akzeptables Maß“ erreicht, heißt es auf der BVDM-Webseite. Zuvor berichtete die „Passauer Neue Presse“.

Nachtruhe und weitgehendes Fahrverbot auf dem Festgelände

Das Elefantentreffen findet heuer zum 68. Mal statt, vom 29. Januar bis 1. Februar. Die Teilnehmer dürfen auf dem Festgelände im „Hexenkessel“ nur noch zu Fuß unterwegs sein, lediglich An- und Abreise sind mit dem Motorrad erlaubt - mit Tempolimit von sieben Stundenkilometern auf dem Platz. Es gelten Helmpflicht und Alkoholverbot am Lenker. 

Von Mitternacht bis sieben Uhr morgens gebe es eine strikte Nachtruhe, weder Motoren noch Motorsägen dürfen gestartet werden. „Im Falle der Missachtung hat der BVDM keine Aussicht mehr auf eine Genehmigung der Veranstaltung durch die Behörden“, warnt der Verband die Besucher. 

Im vergangenen Jahr waren mehr als 4.000 Teilnehmer angereist, es gab zwei Unfälle auf dem Gelände - in einem Fall fuhr ein Teilnehmer in eine Fußgängergruppe und verletzte einen 61-Jährigen, im anderen überschlug sich ein 30-Jähriger mit seiner Maschine. Die Beschwerden über Lärm kamen laut BVDM nicht nur von Anwohnern, sondern auch von Teilnehmern.

© dpa-infocom, dpa:260124-930-590574/2

 
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