Eine der Fragen, die nach dem Großeinsatz in der Schwandorfer Edisonstraße vom Montag bleiben, ist die nach den Kosten. Zig Polizisten, darunter Spezial- und Verhandlungskräfte, waren für drei Stunden beschäftigt, bis sich zeigte, dass ein Betrunkener wohl nur mit Silvesterböllern statt mit einer Schusswaffe hantiert hatte.
Ob die Einsatzkosten beim Steuerzahler hängen bleiben, oder ob der 39-jähriger Auslöser des Einsatzes zur Rechenschaft gezogen wird, lasse sich am Tag danach nicht sagen, erklärt Polizeisprecher Florian Beck. "Die Kostenfrage ist noch Gegenstand der Sachbearbeitung/Prüfung der Polizeiinspektion Schwandorf und dürfte noch einige Tage/Wochen andauern", erklärt Beck schriftlich.
Grundsätzlich fallen für die meisten Arten von Einsätzen keine Kosten an, sagt Beck. Allerdings gebe es Ausnahmen. Die Kosten dafür sind unter anderem im Kostengesetz und der Polizeikostenverordnung festgehalten. Bei der "Anwendung unmittelbaren Zwangs ohne vorausgehenden Verwaltungsakt der Polizei" fallen demnach beispielsweise 20 bis 1250 Euro an, als Regelsatz werden 54 Euro für die angefangene "Polizisten-Stunde" veranschlagt. Laut Beck könne der Wert aber auch höher sein. Wie viele Beamte in Schwandorf waren, möchte Beck aus einsatztaktischen Gründen nicht sagen.
Alles in allem könnte der Einsatz für den 39-jährigen Schwandorfer also noch teuer werden. Ausschließen kann Beck dies jedenfalls nicht. Er könne sich an einen bedingt vergleichbaren Fall erinnern. Ein Mann hatte zu Silvester das Bild einer Granate im Internet gepostet und sinngemäß geschrieben, er sei aufs Feuerwerk vorbereitet. Für den so ausgelösten Polizeieinsatz musste er nach längerem Rechtsstreit einige Tausend Euro bezahlen.















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