Sogar Martin Luther ist da. Wenngleich natürlich nur als große Figur. Aber auf der Kirchenmeile beim Würzburger Katholikentag hat auch der große Reformator seinen Platz und die Organisationen, die sich im Zuge seiner Reformation gegründet haben.
„Lutherisch zu sein, bedeutet ökumenisch zu sein“, sagte Astrid Kleist, Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes. Es sei wichtig, das gemeinsame Zeugnis zu stärken.
Auf der Kirchenmeile direkt am Main reiht sich Pavillon an Pavillon - und gezeigt wird eine große Vielfalt: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist genauso da wie unterfränkischen Landfrauen, an deren Waffelstand der Andrang groß ist. Auch der Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der aus der Konsequenz der Missbrauchsskandale entstanden ist, hat einen Stand.
Zahlreiche Orden sind vertreten und haben vor allem ihr jüngeres Personal geschickt, sodass man kaum glauben kann, dass es den Gemeinschaften massiv an Nachwuchs mangelt und sie Klöster schließen müssen.
Die Kapuziner laden zum Mittagsgebet und haben ihren Stand in einen kleinen Gebetsraum verwandelt. Ein paar Meter weiter diskutiert man bei „Wir sind Kirche“ engagiert wie eh und je über Reformen in der katholischen Kirche.
Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender spazieren über die Kirchenmeile. Da ist das Wetter noch durchwachsen, erst am Nachmittag kommt die Sonne raus und das Gedränge wird dichter.
Bischöfe mit dem typischen Katholikentagsschal um den Hals mischen sich unters Volk, die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) schüttelt den Polizistinnen und Polizisten die Hände. Und am Stand des bayerischen Pilgerbüros wartet sogar Papst Leo XIV. Natürlich nur aus Pappe. Selfies mit ihm kann man natürlich trotzdem machen.
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