21.09.2026 - 16:48 Uhr

SOS-Lichtzeichen lösen Bergwacht-Einsatz ohne Not aus

Sind acht Bergretter wegen Lichtzeichen umsonst zu einem Einsatz gegangen? Was die Bergwacht über den richtigen Umgang mit Lichtsignalen im Gebirge sagen.

Die Bergwacht Bayern bittet darum, Lichtzeichen nur in wirklichen Notfällen zu senden. (Symbolbild) Bild: Sven Hoppe/dpa
Die Bergwacht Bayern bittet darum, Lichtzeichen nur in wirklichen Notfällen zu senden. (Symbolbild)

Die Bergwacht Marquartstein ist durch Lichtzeichen unnötig zu einem vermeintlichen Notfall gerufen worden. Wie die Bergwacht auf Facebook mitteilte, bemerkten mehrere Personen SOS-Lichtzeichen im Wandergebiet in der Nähe von Marquartstein (Landkreis Traunstein). 

Acht Bergretter hätten daraufhin die gesamte Gegend nach in Not geratenen Personen abgesucht, aber niemanden gefunden. Der Einsatz wurde laut Bergwacht nach 90 Minuten beendet. Die Bergwacht sprach auf Facebook von einem Fehleinsatz. 

Die Bergwacht bittet darum, Lichtsignale von Bergen aus zu unterlassen, wenn es sich nicht um einen Notfall handelt. Das SOS-Signal für den Fall tatsächlicher Bergnot sei, sechsmal pro Minute zu blinken, also alle zehn Sekunden, danach eine Minute Pause. Diesen Rhythmus soll man laut Bergwacht so lange wiederholen, bis die Retter mit drei Signalen pro Minute reagieren.

© dpa-infocom, dpa:260921-930-721685/1

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