Hubert Stärker ist der neue Präsident des bayerischen Jagdverbands. Der Herausforderer setzte sich beim Landesjägertag in Straubing mit knapp 52 Prozent der Stimmen gegen den Favoriten und bisherigen Amtsinhaber Ernst Weidenbusch durch, wie eine Sprecherin sagte. Der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete führte den schon fast traditionell zerstrittenen Jagdverband seit Dezember 2020.
Neben dem aus Augsburg stammenden Stärker wurde auch der Rest des Präsidiums gewählt. Der 1. Vizepräsident Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg erfuhr starke Unterstützung, ihm sprachen rund 80 Prozent der Delegierten ihr Vertrauen aus. Der 2. Vizepräsident Sebastian Ziegler und der 3. Vizepräsident Thomas Bär kamen auf knapp 59 beziehungsweise 54 Prozent der Stimmen.
Bayern nicht im Deutschen Jagdverband
Im bayerischen Jagdverband toben seit vielen Jahren Machtkämpfe, teils bis hinunter in regionale und lokale Strukturen. So wurden unter anderem die Kreisgruppen Bad Kissingen und Neuburg an der Donau aus dem Verband ausgeschlossen, weil ihre Satzungen so geändert wurden, dass sie nicht mehr mit dem Landesverband übereinstimmen.
Der Landesverband seinerseits ist als einziger in den 16 Bundesländern seit 2009 nicht mehr Teil des Deutschen Jagdverbandes. Selbst Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger - selbst Jäger - hatte sich bereits für eine Befriedung der Situation eingesetzt. Er war auch heuer wieder als Gastredner beim Landesjägertag.
Mehr als 80.000 Jagdscheininhaber
In Bayern haben derzeit mehr als 80.000 Männer und Frauen einen Jagdschein und dürfen somit grundsätzlich auf die Jagd gehen. Im Bayerischen Jagdverband sind rund 50.000 organisiert. Daneben existiert etwa der Ökologische Jagdverband, der wesentlich kleiner ist und dessen Mitglieder eher nach der Devise „Wald vor Wild“ agieren.
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