10.12.2019 - 17:02 Uhr
Sulzbach-RosenbergDeutschland & Welt

Mathias Kellner kommt nach Sulzbach-Rosenberg

Mathias Kellner gastiert mit Musikkabarett in Sulzbach-Rosenberg. Im Interview berichtet Kellner, warum es zehn Jahre bis zum ersten Auftritt als Kabarettist gedauert hat und woran er als nächstes arbeiten wird.

Musikkabarettist Mathias Kellner kommt nach Sulzbach-Rosenberg.
von Anke SchäferProfil

Zum Abschluss der diesjährigen Herbst-Kultour kommt Mathias Kellner am Freitag, 13. Dezember um 20 Uhr mit seinem Musikkabarett „irgendwie zu ungefähr“ in die Historische Druckerei Seidel. Oberpfalz-Medien hat den Straubinger Musiker, Schauspieler und Autor in spe vorab befragt:

ONETZ: Herr Kellner, zehn Jahre nach Ihrem ersten Album bringen Sie ein Musikkabarett auf die Bühne – war die Zeit erst jetzt reif dafür?

Mathias Kellner: In Realität wars ja schon seit Jahren so, dass ich auf der Bühne Musik UND Kabarett gemacht habe. Auf den Alben waren halt nur die Songs und nicht die Geschichten dazu. Jetzt war die Zeit reif, es auch als das zu benennen, was es ist. Nicht „Singer-Songwriter“ oder „Liedermacher“,sondern Musiker und Kabarettist. Kurz: „Musikkabarettist“.

ONETZ: Das Programm heißt „irgendwie zu ungefähr“. Was darf man sich irgendwie und ungefähr darunter vorstellen?

Das Schöne an dem Titel ist: Man darf sich alles mögliche vorstellen. Ich hab den Namen bewusst gewählt, um mir selbst die Freiheit zu geben, verschiedenste Geschichten und Songs zu spielen, ohne in das Korsett eines „festen Programms“ passen zu müssen. Bei mir ist jeder Abend ein wenig anders. Das ist wichtig, dass es auch für mich spannend, überraschend und lustig bleibt.

ONETZ: Wird das Kabarett zukünftig Ihr drittes Standbein neben Musik und Schauspielerei werden?

Mein eigentliches Standbein besteht tatsächlich aus der Vielzahl der Dinge, die ich mache. Es ist mir wichtig, dem kreativen Drang zu folgen, wohin er mich auch ziehen mag. 

ONETZ: Eigentlich fehlt jetzt nur noch Ihr Debüt als Buchautor. Gibt es eventuell Pläne in dieser Richtung?

Haha, verdammt, erwischt. Ich arbeite tatsächlich an einem Buch; allerdings wird sich das noch eine längere Zeit hinziehen, da ich erst am Anfang stehe 
und genug andere Sachen zu tun sind. Aber klar - das Schreiben in verschiedensten Formen macht mir unglaublich Spaß und da ist natürlich die Option „Buch“ nicht zu ignorieren.

ONETZ: Wenn Sie jetzt so zurückblicken auf die bisherigen Stationen Ihrer Karriere – hätten Sie sich das damals als Schreinerlehrling auch nur ansatzweise träumen lassen?

Na klar! Ich war nie ein Schreiner und werd auch keiner mehr. Ich wollt schon immer im künstlerischen Bereich arbeiten, hatte aber keinen vernünftigen Ansatz dafür. Die Schreinerlehre war definitiv wichtig für meinen Werdegang, aber wenn ich mir die Leute anschaue mit denen ich gearbeitet hab und meine Berufsschulkollegen, dann muss ich mir einfach eingestehen: Die hatten echtes Fachwissen und ein Verständnis für den Beruf und ich hab mich halt so eher schlecht als recht durchgemogelt. Also: Kellner, bleib bei deinen Saiten :-)

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