06.07.2020 - 12:19 Uhr
TirschenreuthDeutschland & Welt

OnTour Teil III Mit dem Rad durch den Stiftländer Egergraben

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Der oberpfälzisch-tschechische Grenzkamm und die Tirschenreuther Teichpfanne: Hier verläuft der geologische Egergraben. Und es lohnt sich im Kreis Tirschenreuth auch, in die Pedale zu treten. Das gilt für Natur- wie für Kulturfreunde.

Die Höhepunkte am Egergraben
von Ernst FrischholzProfil

Radler meiden „den Graben“ gewöhnlich lieber. Die 60-Kilometer-Tour durch den Egergraben sollte sich dagegen kein Radfan entgehen lassen. Der Name stammt von einer geologischen Besonderheit, die sich unterirdisch von Eger (Cheb) bis Mitterteich zieht. Aber auch über der Erde ist viel geboten. Exzellente Ausblicke und kulturelle Highlights verbinden sich mit landschaftlichen Höhepunkten wie der Tirschenreuther Teichpfanne mit ihren 2500 Fischweihern.

Vom Großparkplatz der Kreisstadt geht es über die Bahnhofsstraße zum Kreisverkehr und von dort direkt auf den schönen Radweg in Richtung Mitterteich. Nach etwa sieben Kilometer zweigt die Tour dann rechts Richtung in Leonberg ab. Kurz vor dem Ort bietet sich nach einem Anstieg ein erster traumhafter Ausblick auf und über das Mitterteicher Becken.

Die von Mitterteich kommende Straße wird überquert und es geht hinab bis zur Abzweigung rechts nach Königshütte. Hier im Ort geht es links nach Waldsassen. Für den knackigen Anstieg wird man sofort durch den herrlichen Blick auf Waldsassen belohnt. Ein fahrbarer Feldweg führt nach Waldsassen. Drei Kilometer weiter wartet das nächste Highlight: Die berühmte Kappl. Von hier führt die Straße in Richtung Konnersreuth. In Gröppenheim geht es rechts in den Anstieg nach Grün und von dort weiter in den „Resl“-Ort.

Nach einem Pflichthalt führt die Tour nach Neudorf (ausgeschildert), dann über Fockenfeld. Die Beschilderung weist nach Großbüchlberg. Eine Straße überqueren und dann vor dem großen Schotterwerk links in einen ausgeschilderten Waldweg einbiegen. Hier muss man für ein etwa 200 Meter Langes Stück schieben. Zurück im Sattel geht es über Groß- und Kleinbüchlberg nach Wiesau. Der Vizinalbahnradweg führt dann die letzten zehn Kilometer flach durch die Tirschenreuther Teichlandschaft. Hindurch unter der beeindruckenden Himmelsleiter ist das Ziel einer begeisternden Tour bald erreicht.

Ernsts Touren-Urteil: Traumrunde mit ein paar Knackpunkten

Tolle Strecke, traumhafte Ausblicke und sehenswerte Bauwerke wie Basilika und Kappl. Diese Runde durch den Kreis Tirschenreuth hat kulturell wie landschaftlich so viel zu bieten. Allerdings müssen sich Radler im Klaren sein: Völlig geschenkt bekommt man diese Höhepunkte der Region nicht. Gut 60 Kilometer mit 700 Höhenmetern und einigen meist kurzen, dafür knackig-steilen Anstiegen müssen erst einmal überwunden werden.

Wirkliche Gefahrenstellen gibt es praktisch nicht – wenn man sich denn an die Verkehrsregeln hält.

Ernst Frischholz

Ernst Frischholz

Dabei sollte die Kirche aber im Dorf bleiben: Mit etwas Kondition oder einem E-Bike ist die Tour gut zu schaffen. Etwa vier Stunden reine Fahrzeit sollte man einplanen. Insgesamt kann der Ausflug aber länger dauern. Wer nur in die Pedale tritt, ohne mal anzuhalten und zu schauen, der macht etwas verkehrt.

Gefahren wird die Egergraben-Runde zum Großteil auf ruhigen Asphaltstraßen. Vom Schotterwerk bis Großbüchlberg fehlt der Asphalt, der Abschnitt ist trotzdem fast komplett fahrbar. Wirkliche Gefahrenstellen gibt es praktisch nicht – wenn man sich denn an die Verkehrsregeln hält.

Die Tour durch den Egergraben als Karte

Die Egergraben-Tour als Download (gpx)

Touren-Tipps :

Anfahrt

Tirschenreuth erreicht man über die A 93, Ausfahrt Falkenberg. Alternativ gibt es die B15 ab Weiden. Der Großparkplatz an der Mühlbühlstraße an der Tirschenreuther Altstadt ist ausgeschrieben. Wer nicht mit dem Auto fahren will, kann die Tour per Bahn erreichen. Dann verschiebt sich der Startpunkt nach Wiesau.

Weitere Touren finden Sie im Internet

Info:

Touren-Höhepunkte

  • In Waldsassen: Basilika und Kappl bei Münchenreuth.
  • In Konnersreuth: Das Geburtshaus der Konnersreuther Resl mit dem Reslgarten (Kilometer 29).
  • „Freizeithugl“ bei Mitterteich: In Großbüchlberg warten unter anderem Sommerrodelbahn, Minigolf, Bungee-Trampolin (Kilometer 37).
  • Himmelsleiter und Fischhofpark: In der Teichlandschaft zwischen Wiesau und dem Ziel in Tirschenreuth (Kilometer 57). Am Ende lohnt zudem der Besuch des Landesgartenschaugeländes und des Fischhofparks an der Mähringer Straße.
Info:

Gastro-Tipps

  • In Waldsassen: „Hotel zum ehem. Königlich-Bayerischen Forsthaus“ mit schönem Biergarten direkt gegenüber der Basilika (Kilometer 18).
  • An der Kappl: Beim „Kapplwirt“ mit Biergarten (Freitag bis Sonntag ab 11 Uhr) (Kilometer 21). Hier gibt es auch die Möglichkeit, seinen E-Bike-Akku zu laden.
  • In Großbüchlberg: Am „Freizeithugl“ Restaurant Petersklause mit Terrasse (Mittwoch bis Sonntag). Im nahen Mitterteich gibt es am Kirchplatz eine E-Bike-Ladestation.
  • In Konnersreuth: Gasthaus Kouh-Lenzen mit Biergarten und E-Bike-Ladestation (Mittwoch Ruhetag).
  • In Tirschenreuth: Konditorei/Café Ries, Conditorei/Café Verena. Pizzeria Da Francesco, Eisdielen „Cortina“ und „La Strada“, Café Rivera. Museumsquartier und Landratsamt bieten zudem die Möglichkeit, den Akku zu laden.

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