Überladen und 72 Mängel bei einem TÜV-Gutachten: Die Polizei Tirschenreuth hat am Wochenende zwei überladene und absolut verkehrsunsichere Lastwagen aus dem Verkehr gezogen.
Bereits am Freitagnachmittag führten Beamte der Polizeiinspektion Tirschenreuth eine Schwerlastkontrollen durch. Hierbei fiel der Streife ein vollbeladener Sattelzug mit Kurzholzstämmen auf, der den Eindruck einer Überladung erweckte. Der Sattelzug wurde auf die Brückenwaage gefahren. Jedoch schaltete sich die Waage daraufhin ab. Laut den Beamten kann die Waage ein Gewicht von bis zu 50 Tonnen anzeigen. Nach Schätzungen der Polizei soll der Lkw 55 Tonnen gewogen haben. Erlaubt ist ein Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Der Fahrer musste ein Bußgeld von mehreren Hundert Euro zahlen und Holz abladen, bevor er weiterfahren konnte. Zudem bekommt auch der Betreiber der Firma eine Bußgeldanzeige zugestellt, heißt es im Polizeibericht.
Nur kurze Zeit später wurde ein Kurzholz-Lastwagen mit Anhänger von der Streife überprüft. Auch dieser schien mehr als die erlaubten 40 Tonnen zu wiegen. Es stellte sich heraus, dass dieses Lkw-Gespann der selben tschechischen Firma angehörte, wie schon der der ersten Überladung. Auch hier zeigte die Brückenwaage eine Überladung von über fünf Tonnen an. "Doch das war noch nicht alles", schreibt Polizeioberkommissar Tobias Säckl. Der Laster sei unter anderem mit Rissen im Rahmen und einer betriebsunfähigen Bremsanlage unterwegs gewesen. Der Laster sei auch mit einem mehrfachen Achsenbruch noch gefahren. Das stellte sich am Freitag bei einer technischen Begutachtung durch den TÜV in Tirschenreuth heraus. Der TÜV-Prüfer sprach von absolut gravierenden Mängeln, er habe laut den Beamten so etwas noch nie gesehen. Das Gespann wies laut Gutachten des TÜV insgesamt 72 Mängel auf. Die Spezialisten bescheinigten den Lkw als komplett verkehrsunsicher.
Den Lkw-Fahrer erwartet ein Bußgeldverfahren im vierstelligen Euro-Bereich. Der Lkw wurde von der Polizei sichergestellt, bis die Mängel behoben sind.













Der Holztransport Wahnsinn geht weiter! Immerhin wurde diesmal der Beitrag nicht hinter der Bezahlschranke versteckt. Danke auch an die Polizei für die wenngleich nur stichpunktartigen Kontrollen der lebensgefährlichen Transporte. Jedes verantwortungsvolle Unternehmen würde die Zusammenarbeit mit solchen Spediteuren sofort beenden, hier läuft es offensichtlich anders. Und das läßt tief blicken für die Strategie, Stichwort Flächenversiegelung im Naherholungsgebiet Engelmannsholz in Tirschenreuth.
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