19.08.2026 - 04:31 Uhr

TV-Reihe „Merz gegen Merz“: Werden sie wieder ein Paar?

„Entscheidungen“ ist ein Muss für Fans der Filmreihe mit Christoph Maria Herbst und Annette Frier. Die dreht sich bisher um Trennung und das Familienleben danach. Doch dann küssen sich die Ex-Partner.

Annette Frier und Christoph Maria Herbst verkörpern Anne und Erik Merz. Bild: Brendan Uffelmann/ZDF/dpa
Annette Frier und Christoph Maria Herbst verkörpern Anne und Erik Merz.

Mit einem gewaltigen Cliffhanger wurden die Zuschauer am Ende des vorangegangenen Films der ZDF-Erfolgsreihe „Merz gegen Merz“ zurückgelassen: Anne hat sich von ihrem Freund getrennt, und das nach einem Kuss und einem vertrauensvollen Wochenende mit Erik. Danach sitzen Anne und Erik - die beiden Ex-Ehepartner - nebeneinander im Auto auf der Heimfahrt und halten Händchen. Da lässt Erik eine Bombe platzen: Er hat ein Jobangebot in China. „Erst mal nur für ein paar Jahre.“ Sie vereinbaren, darüber nachzudenken - „also über alles“.

Nun folgt der nächste Film mit dem vielversprechenden Titel „Entscheidungen“. Er ist bereits verfügbar im ZDF-Streamingportal und am 20. August um 20.15 Uhr im ZDF-Fernsehen zu sehen.

Werden sie „Merz und Merz“?

„Merz gegen Merz“ - das sind Anne und Erik Merz, dargestellt von Annette Frier und Christoph Maria Herbst. Ihre Serie drehte sich in drei Staffeln zwischen 2019 und 2021 um die Trennungsabsichten und Familien-Dramen des Damals-noch-Ehepaars nach einer Idee des „Stromberg“-Autors Ralf Husmann. 2023 und 2024 wurde die Serie mit zwei Fernsehfilmen fortgesetzt, die nach der endlich erfolgten Scheidung des Paares ansetzen.

Der dritte Film mit dem Titel „Geständnisse“ kam im Mai heraus und stellte die überraschende Frage in den Raum: Wird aus „Merz gegen Merz“ nun wieder „Merz und Merz“? Der vierte Film setzt nach der China-Nachricht an. 

Anne und Erik telefonieren viel, sind im ständigen Austausch, man spürt die Harmonie. Und Erik gesteht Anne: „Mein Leben ist damals - also ein großer Teil von meinem Leben, auf jeden Fall mehr als ich damals gedacht habe - es ist einfach zu Ende gegangen, als wir uns damals getrennt haben.“ Er spielt ihr Liebeslieder vor. Sie versuchen sich in einer süßen Dating-Situation: Sie will bei ihm vorbeikommen, auf einen Drink, er muss hektisch die Wohnung aufräumen.

Aber ihr erwachsener Sohn Leon kommt dazwischen. Oder ein anderes Mal Jonas, Annes bisheriger Freund, mit dem sie weiterhin gemeinsam erfolglos eine Event-Agentur betreibt und der jetzt ausgerechnet ein Familienfest des Merz-Clans ausrichten will.

Und immer wieder diese Familie

„Merz gegen Merz“ ist immer mehr als eine Paar-Geschichte gewesen. Es ist die Story einer familiären Zwangsgemeinschaft, die gerne so tut, als wolle sie sich nicht umeinander kümmern müssen, aber das dann doch letztlich doch voller Überzeugung tut.

Und in dieser Familie, in dieser Folge stehen noch weitere „Entscheidungen“ an: Der lebensnaive Sohn Leon (Philip Noah Schwarz) steckt schon länger in der Krise mit seiner Frau. Ausgerechnet als Soraya (Süheyla Ünlü) ein Unternehmen gründet und viel Energie dafür braucht, will er ein zweites Kind - und auf Sorayas berufliche Ambitionen reagiert er sowieso trotzig und beleidigt.

Schon neu verlobt - aber noch verheiratet

Annas Mutter (Claudia Rieschel) hat im letzten Film überraschend allen eine Frau vorgestellt und die Liebe zu ihr gestanden. Nun sind sie schon verlobt - besser gesagt, „pseudo-verlobt“, wie Tochter Anne es umschreibt. Denn wirklich ehelichen kann Maria Silvia noch nicht, sie ist mit Annes Vater Ludwig auf dem Papier noch rechtlich liiert.

Ludwig aber leidet unter zunehmender Demenz und lebt im Pflegeheim - bewegend dargestellt, immer schwankend zwischen Humor und Tragik, von Michael Wittenborn. Er ist gerade erst mit dem Deutschen Filmpreis als „Bester männlicher Nebendarsteller“ im Kinofilm „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ geehrt worden.

„Es hat keinen Sinn mehr, das ganze Leben“

Während Ludwigs Noch-Frau Maria scheinbar abgeschlossen hat und in der neuen Beziehung aufgeht, erfährt der demente Ludwig immer wieder neu von der Trennung. Und er hadert natürlich mit seinem schwindenden geistigen Kräften: „Es hat keinen Sinn mehr, das ganze Leben. (...) Ich bin nur noch lästig. Das meiste kann ich nicht mehr, weiß ich nicht mehr.“ Und dann verschwindet Ludwig, auf die „letzte Reise“.

Zwar ist die Reihe „Merz gegen Merz“ gerade auch dank der guten Besetzung der Hauptrollen mit Christoph Maria Herbst, bekannt als „Stromberg“, und Annette Frier („Die Wochenshow“ und „Switch“) humorvoll und voller herrlicher Lebens-Mitte-Ironie. Aber in Liebes- und Familienfragen schafft die Reihe auch Tiefgang, Gefühl und Schlagkraft.

Letztlich geht die ganze Familie auf der Suche nach Ludwig auf eine Reise. In den Gesprächen und auch im Schweigen in den verschiedenen Autos geraten Konstellationen und Partnerschaften infrage - und die Wege, die die Familienmitglieder eingeschlagen haben. Allem voran steht aber die Frage: Kommen Anne und Erik wieder zusammen?

Serien-Info «Merz gegen Merz»

© dpa-infocom, dpa:260819-930-549841/1

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