Trotz aller Kritik - Deutschland steht zum UN-Migrationspakt. Und das ist gut. Denn er ist eine Chance, genau das zu verhindern, was die Gegner dieser Vereinbarung befürchten: mehr Migration.
So geht es im Migrationspakt nicht nur darum, die Bedingungen für Einwanderer im jeweiligen Zielland - durch zum Beispiel Schutz vor Ausbeutung - zu verbessern, sondern auch um Ursachenbekämpfung.
"Minimierung nachteiliger Triebkräfte und struktureller Faktoren, die Menschen dazu bewegen, ihre Herkunftsländer zu verlassen", heißt es dazu im Wortlaut. Bessere Lebensbedingungen in der Heimat, würde für Millionen Menschen bedeuten, dass sie diese gar nicht erst verlassen müssen.
Ein weiterer Punkt: Es soll sichergestellt werden, dass "Migranten über den Nachweis einer rechtlichen Identität und ausreichende Dokumente verfügen". Deutlicher gesagt: Wer einen Ausweis besitzt, kann auch leichter abgeschoben werden, sollte das nötig sein. Außerdem sollen Rückführungen schneller und sicherer ablaufen. Und: Die UN wollen gemeinsam gegen Schleuser vorgehen. Das alles sind Aspekte, die darauf abzielen, (illegale) Migration zu verhindern, anstatt sie zu befeuern.
Aber: All diese Punkte wird kein Land alleine anpacken können. Dazu braucht es die Gemeinschaft der Vereinten Nationen. Möglichst viele Länder, die mit Hilfe von internationalen Absprachen alle an einem Strang ziehen. Nur so lassen sich Fluchtursachen beseitigen und Migration sinnvoll regeln.



















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