Das unterschätzte Virus: Bitte mehr Vernunft statt Verunsicherung

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Die Sorge vor dem Coronavirus bestimmt die Schlagzeilen. Für Hysterie gibt es keinen Anlass, kommentiert Frank Werner.

Hier geht es lang: Ein Wegweiser zur im Aufbau befindlichen Abklärungsstelle Corona-Virus am Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Die Lawine rollt: Mit dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall am Donnerstag in Kümmersbruck hat die Verunsicherung in der Oberpfalz eine neue Dimension erreicht. Aus welchem Ort wird der nächste Betroffene stammen? Welche Veranstaltung steht jetzt auf der Streichliste? Kann ich überhaupt noch unbesorgt in die Arbeit, unter Menschen?

Keine Frage, das Thema, die Brisanz haben viele unterschätzt. Über Hamsterkäufe werden kaum mehr Witze gemacht. Sie werden getätigt, nicht nur von Hypochondern. Es bleibt ein ungutes Gefühl: Mediziner, auch in der Region, scheinen überfordert, das zeigen die aktuellen Fälle. Auch die Politik gibt keine eindeutige Orientierung. Auf ein richtig aggressives Virus, so scheint es, wäre niemand vorbereitet.

Dabei gibt es Zeichen der Hoffnung. In China scheint das Schlimmste überstanden. Bald soll es auch ein wirksames Medikament gegen das Virus geben. Die allermeisten Erkrankungen nehmen einen glimpflichen Verlauf. Die Mehrheit der Menschen wird sich wohl dieses Virus einfangen. Unbemerkt. Es bleibt bei Halsweh und Husten.

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" lautet ein altes Sprichwort. Lieber eine Veranstaltung zu viel absagen. Lieber einmal zu viel die Hände waschen. Und lieber die viralen Viren-Panikmacher in den sozialen Netzen ignorieren. "Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird." Noch so ein Sprichwort, das in diesen Tagen zutrifft.

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