05.03.2026 - 07:02 Uhr

US-Künstlerin will Guggenheim Museum gemütlich machen

Carol Bove ist eine gefeierte Künstlerin, aber Museen findet sie „wenig einladend“ und „voller Mirko-Aggressionen“. Bei ihrer bislang größten Schau macht sie deswegen einiges anders.

Die US-Künstlerin Carol Bove will das berühmte New Yorker Guggenheim gemütlicher machen. Neben dutzenden riesigen Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen ließ die 1971 in Genf geborene Künstlerin für ihre Ausstellung in dem Museum am Central Park auf der Upper East Side von Manhattan auch fünf Sofa-Lounges einbauen. Auf fast allen Stockwerken der insgesamt fast einen halben Kilometer langen berühmten Schneckenhaus-Rotunda können sich Besucher nun ausruhen oder Kunst aus dem Sitzen betrachten.

Museen seien normalerweise so „wenig einladend“, sagte Bove der „New York Times“. „Ich finde, Museen sind immer voller Mikro-Aggressionen. Wenn ich in ein Museum gehe und es gibt keinen Platz zum Sitzen, frage ich mich immer: Wer ist da sauer auf mich?“ 

Neben den Sofas hat Bove unter anderem fünf Tische mit Schachspielen darauf im Foyer platziert, außerdem soll in der Ausstellung immer mal wieder Tee serviert werden. Es handelt sich um die bislang größte Schau mit Werken von Bove, die zuvor unter anderem auch schon mit Ausstellungen in Hamburg und Zürich gefeiert worden war und 2012 an der Documenta in Kassel teilnahm.

© dpa-infocom, dpa:260305-930-770981/1

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