Viele bayerische Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken zahlen ihren Kunden auf Tagesgeldkonten keine oder sehr niedrige Zinsen. Das hat das Vergleichs- und Maklerportal Verivox in einer Auswertung aktueller Zinssätze ermittelt. Die überregional tätigen Banken hingegen bieten demnach im Schnitt einen Tagesgeld-Zins von 1,3 Prozent. Beim Festgeld sind die Unterschiede weniger groß.
Das Heidelberger Unternehmen untersuchte bundesweit die Tages- und Festgeldzinsen von 827 Regionalbanken - darunter 52 Sparkassen und 115 Genossenschaftsbanken in Bayern - und verglich diese mit den Angeboten der großen Geldhäuser. Stichtag war der 16. Februar.
Regionale Banken haben treuere Kunden
Demnach bot die Hälfte der bayerischen Regionalbanken entweder null Zinsen oder niedrige Erträge bis 0,25 Prozent, die andere Hälfte zahlte mehr. Der durchschnittliche Tagesgeldzins bei Bayerns Sparkassen und Volksbanken lag demnach bei 0,35 Prozent.
Den Regionalbanken kommen dabei nach Verivox-Einschätzung ihre Kunden zugute: „Die lokal verwurzelten Sparkassen und Volksbanken verfügen traditionell über eine besonders treue und weniger preissensible Kundschaft“, sagte Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich. Das gilt nicht nur für Bayern: Auch in anderen Bundesländern zahlen regionale Geldhäuser der Analyse zufolge niedrigere Zinsen als überregionale Großbanken, in Bayern war der Unterschied jedoch laut Verivox besonders groß.
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