Nabburg
20.03.2026 - 09:34 Uhr

Abrissarbeiten in Nabburg: Markanter Tankstellen-Bau ist weg

Von der früheren Tankstelle und der ehemaligen Autowerkstatt Kerres ist fast nur noch Schutt übrig. Der halbrunde Bau an der Regensburger Straße mit dem Charme der 60er Jahre ist nicht der einzige, der heuer in Nabburg fällt.

Hier stand einmal an der Regensburger Straße eine Tankstelle mit Autowerkstatt. Noch müht sich der Bagger mit ein paar Gebäuderesten ab. Über das Gelände führt die Rahmenplantrasse zur Beseitigung des Nabburger Bahnüberganges. Bild: ihl
Hier stand einmal an der Regensburger Straße eine Tankstelle mit Autowerkstatt. Noch müht sich der Bagger mit ein paar Gebäuderesten ab. Über das Gelände führt die Rahmenplantrasse zur Beseitigung des Nabburger Bahnüberganges.

Die Zähne der Baggerschaufel beißen sich noch an Gebäuderesten im hinteren Bereich des Grundstücks fest. Der halbrunde Bau mit den vielen Glasflächen zur Regensburger Straße hin und die Tankstelle sind weg. Dort liegen jetzt Schutthaufen. Auf dem Grundstück verläuft die genehmigte Rahmenplantrasse zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs. Deshalb werden Tankstelle und Werkstatt im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach abgerissen. Das verschwundene, frühere Kottek-Gebäude ist ebenso Teil dieses Plans.

Fortgesetzt werden sollen die Abbrucharbeiten später auf dem ehemaligen Baywa-Gelände an der Austraße. Der Abrissbagger knabbert heuer auch an der Kartoffellagerhalle. Die Grundstücke sind bereits im Eigentum des Freistaates Bayern. Sie dienen ebenfalls der Beseitigung des Bahnübergangs, indem die Staatsstraße unter der Bahnlinie durchführen wird. Indes streben die Nabburger eine Tunnellösung an. Die Petition dazu, die in einem Zug alle drei Bahnübergange in der Stadt Nabburg überflüssig macht, liegt derzeit beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags in Berlin. Eine Entscheidung wird Mitte dieses Jahres erwartet.

Bis dahin gibt das Staatliche Bauamt nur Abbrucharbeiten in Auftrag. Insgesamt sollen etwa 20 Gebäude dieser neuen Straßenführung weichen. Bereits im vergangenen Dezember hat der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Tobias Bäumler, gegenüber Oberpfalz-Medien erklärt, dass freiwillig auf weitere Bauarbeiten verzichtet wird, um nicht vor der Berliner Entscheidung Fakten zu schaffen.

Kommentare

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Martin Pfeifer

Es ist mir völlig unverständlich, warum die Verantwortlichen in Nabburg trotz vorhandener Planfeststellung für die jetzt in die Realisierung gehende Lösung zur Beseitigung des Bahnübergangs immer noch auf die Tunnellösung setzen. Sie ist einfach nur teuer, bringt keine erkennbaren Vorteile und würde bei einem Umschwenken auf diese Lösung die Verkehrsprobleme in Nabburg durch den Rückstau am Bahnübergang um mindestens 10 Jahre verlängern.

Wollen das die Verantwortlichen wirklich?

20.03.2026
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