Manchmal sollten es die Filmstudios einfach gutsein lassen. Während die ersten drei Teile der "Indiana Jones"-Reihe zum Kult avanciert sind, ist der der 2008 erschienene "Königreich des Kristallschädels" nur ein peinlicher Versuch an die erfolgreichen Vorgängerfilme anzuknüpfen. Die Macher von "Fluch der Karibik" hätten es ebenfalls besser bei einer Trilogie belassen. Und selbst einige der hartgesottensten "Star Wars"-Fans fühlen sich mittlerweile übersättigt. Deshalb stellt sich die Frage: Braucht es wirklich einen vierten "Toy Story"-Teil?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja! Pixar hat es mal wieder geschafft mit ihrer bewährten Mixtur aus herzerwärmender Geschichte, tiefgreifenden Figuren und allerhöchstem Animationsstil einen weiteren Hit zu schmieden. Die Handlung ist recht schnell erzählt: Zu den bekannten Spielzeug-Helden wie Cowboy Woody und Buzz Lightyear stößt Forky hinzu. Der suizidgefährdete Göffel (eine Mischung aus Gabel und Löffel) lässt sich immer wieder todesmutig von der Bettkante in den Mülleimer fallen. Forky fühlt sich mehr als Abfall, denn als Spielzeug. Weil Forky immer wieder ausbüchst, aber der Liebling des kleinen Mädchens Bonnie ist - wo die Spielzeug-Crew um Woody mittlerweile untergebracht ist -, eröffnen sich einige Abenteuer. Die große Kunst von Pixar ist es dabei, dass das Filmstudio mit Forky eine weitere Figur kreiert, die dem Zuschauer ans Herz wachst. Nicht anders verhält es sich mit den Stofftieren "Ducky" und "Bunny". Hinzu kommt, dass "Toy Story 4" spielerisch zwischen aberwitzigen und anrührenden Momenten wechselt. Innerhalb weniger Sekunden, ohne dass es erzwungen wirkt.
Der Film ist wieder so konzipiert, dass er genauso bei kleinen Kindern und Erwachsenen für Lacher sorgt. Animiert ist der Streifen ohnehin auf oberstem Niveau. Wer die vier "Toy Story"-Teile ansieht, kann die technische Entwicklung in den animierten Szenen ablesen. Was bleibt also zu sagen: Ohne den vierten "Toy Story"-Teil wäre die Welt sicher nicht untergegangen und die Trilogie stünde noch für sich selbst. Da der neue Animationsfilm aber wieder absolut gelungen ist, gilt: anschauen. Wenn die Fortsetzungen weiterhin so sehenswert sind, dann darf ruhig noch ein Teil erscheinen. Und noch einer. Und noch einer. Heißt es in den "Toy Story"-Filmen nicht so schön: "Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter."















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