03.08.2020 - 17:33 Uhr
VilseckDeutschland & Welt

Frische Brise statt Bühnenluft

Der Vilsecker Theaterverein „Lolamannen“ ließ sich in der Coronakrise etwas besonderes einfallen und drehte einen Film

Mit Spaß und Abstand setzten die Vilsecker Lolamannen ihr Ersatz-Theater "Camping ist lustig" in Szene.
von Anke SchäferProfil

Ein Herbst ohne Theateraufführung? Damit wollten sich die Vilsecker "Lolamannen" nicht abfinden. Internet statt Bühne ist das probate Rezept, das nicht nur bei den engagierten Laienschauspielern gegen Entzugserscheinungen wirkt. Die ersten Vorbereitungen für das neue Stück waren schon im Gange, die Premiere im Herbst bereits ausgemachte Sache, als die Corona-Pandemie auch die Stadtbühne "Lolamannen" Vilseck e.V. überrollte. Der junge Verein fackelte jedoch nicht lange und machte sich auf die Suche nach Alternativen.

Unterstützung vom Bezirk

Das gestaltete sich gar nicht so einfach, denn das Ersatzstück muss selbstredend ohne direkten Körperkontakt auskommen und der Regieaufwand sollte sich ebenso in Grenzen halten wie die Spieldauer, berichtet Maria Friedrich, zweite Vorsitzende, Regisseurin und Organisatorin in Personalunion.

Dank tatkräftiger Unterstützung durch die Laienspielberaterin des Bezirks Oberpfalz, Eva-Maria Eiberger, fiel die Wahl schließlich auf "Camping ist lustig" von Claudia Gysel. Der Plausus-Verlag zeigte sich ebenfalls hilfsbereit in allen rechtlichen Belangen. Jetzt bedurfte nur noch die Eingangsszene einer Modifikation, um von den Schauspielern im heimischen Wohnzimmer aufgenommen werden zu können. Der Rest ging mit insgesamt sieben Schauspielern in einem Drehtag über die Freiluft-Bühne.

Unterhaltsame Version

Herausgekommen ist die unterhaltsame Version des eher unfreiwilligen Camping-Abenteuers, zu dem die Vorsitzende ihre Damen-Musikkapelle "Die vier Musketiere" anlässlich des zehnjährigen Jubiläums verdonnert. Natürlich wird es weder idyllisch noch harmonisch, sondern genau so verkorkst wie ein solches Vorhaben nur sein kann. Fazit: "Camping ist das Allerletzte!".

Das amüsante und von Christian Weiß technisch in Form gebrachte Ergebnis ist voraussichtlich ab Mitte August auf der Vereins-Homepage zu sehen. Das Projekt versteht sich allerdings nicht als professioneller Film, so Patrik Götz. Im Vordergrund stand vielmehr der Spaß, endlich doch noch das Hobby Schauspielerei betreiben zu können und dabei mal einen neuen Weg auszuprobieren. Und natürlich sollen auch die Fans der Theatertruppe auf ihre Kosten kommen.

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