"Das ist ein Erfolg, den es in der Buchbranche in 100 Jahren nicht mehr geben wird", ist sich Rupprecht sicher. Auch heute noch werden die sieben Bände gerne gekauft. "Harry Potter zeigt, dass Bestseller nicht planbar und Erfolg nicht erklärbar ist", sagt die Expertin für Kinder- und Jugendliteratur. "Ich habe mir auch nicht vorstellen können, dass so etwas passiert." Jeder kenne inzwischen den Zauberer und seine Geschichte, auch wenn nicht alle die Bücher gelesen oder die Filme gesehen haben, berichtet die Buchhändlerin aus Vohenstrauß. Zwar gebe es viele gute Bücher für junge Leser.
"Das ist ein Erfolg, den es in der Buchbranche in 100 Jahren nicht mehr geben wird", ist sich Rupprecht sicher. Auch heute noch werden die sieben Bände gerne gekauft. "Harry Potter zeigt, dass Bestseller nicht planbar und Erfolg nicht erklärbar ist", sagt die Expertin für Kinder- und Jugendliteratur. "Ich habe mir auch nicht vorstellen können, dass so etwas passiert."
Jeder kenne inzwischen den Zauberer und seine Geschichte, auch wenn nicht alle die Bücher gelesen oder die Filme gesehen haben, berichtet die Buchhändlerin aus Vohenstrauß. Zwar gebe es viele gute Bücher für junge Leser. Die lassen sich aber trotzdem nicht so gut verkaufen wie die sieben Romane und die nachfolgenden Bücher von Joanne K. Rowling.
Kunden standen Schlange
Der große Hype um den Zauberer habe erst mit dem dritten oder vierten Band eingesetzt, erinnert sich die Chefin der Rupprecht-Buchhandlungen, die selbst Fan ist. Kam ein neuer Band heraus, sperrte sie die Läden schon um 7 Uhr auf. "Wir haben uns immer gefragt: 'Kommen tatsächlich so früh Leute?'" Die Unternehmerin und ihre Mitarbeiter wurden nicht enttäuscht. Vor der Tür standen Kunden jeden Alters für ein Buch, das die Vohenstraußerin palettenweise bestellt hatte.
Ein Nebeneffekt: "Harry Potter und Cornelia Funke mit 'Tintenherz' haben das Jugendbuch gesellschaftsfähig gemacht." Zwar komme es öfter vor, dass Mütter dieselben Bücher lesen wie ihre Kinder. Bei Vätern sei das seltener der Fall. Rupprecht habe deren Interesse seit "Momo" und "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende nicht mehr beobachtet. Die Kinder seien stolz, wenn sie mit ihren Vätern über den Bahnsteig 9 3/4 oder das Zaubereiministerium fachsimpeln können. "Sie wachsen dann um zehn Zentimeter."
Die Liebe zu Büchern geweckt
Viele Kinder haben mit Harry Potter ihre Liebe zum Lesen entdeckt, eine von Rupprechts Mitarbeiterinnen zu ihrem Beruf gefunden. Diese hat sich sogar eine Zeile daraus tätowieren lassen. Ab welchem Alter die "genialen Geschichten" um Harry Potter, Ron Weasely und Hermine Granger zu empfehlen sind, sei schwer festzulegen, findet Maria Rupprecht. "Kinder legen das Buch weg, wenn es ihren zu gruselig wird."
Für die vielen älteren Fans haben sich die Verleger vor Jahren eigene Cover entwerfen lassen. Sie dachten, Erwachsene wollen die Geschichten zwar lesen, schämen sich aber, wenn in der Öffentlichkeit jeder sehen könne, dass sie ihre Nase in ein Jugendbuch stecken. Doch die Idee kam nicht gut an. Rupprecht: "Das hat niemand gekauft."
Zwei Ausstellungen über Harry Potter
Harry-Potter-Fans werden sich über zwei Ausstellungen freuen:
Von 13. Oktober bis 10. März 2019 zeigt der Filmpark Babelsberg in Berlin in „Harry Potter: The Exhibition“ Requisiten, Kostüme und Kulissen der Filme.
Die britische Nationalbibliothek in London präsentiert unter dem Titel „Harry Potter – eine Geschichte der Zauberei“ Manuskripte der Autorin Joanne K. Rowling, die Vorlage für den „Stein der Weisen“ oder Anleitungen für Magie-Cocktails. Einiges lässt sich auch online entdecken.













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